Guten Abend an alle......
Ich habe heute mein Pickerl machen lassen..... der prüfer meinte das sie sich gut fährt...... aber er sagt auch das sie etwas weich ist vorne..... da denke ich auch ... jetz meine Frage:
Gibt es hätere Federn für die 92er TA...... wenn ja, ist es sinnvoll härtere Federn zu verwenden ...... wie wirkt sich eine härtere Feder auf die Fahrwerksgeometrie aus?
Danke im voraus für eure Tipps.
Technik: Dämpfung vorne
- Federn zu hart = Motorrad steht vorn zu hoch = Motorrad ist weniger agil, dazu kommen alle weiteren negativen Effekte des zu geringen Negativfederweg. Hätten das schonmal für hinten diskutiert glaub ich?
Im Endeffekt is es bei zu harten Federn vorn geometrisch wie bei einer zu weichen Feder hinten.
Zur richtigen Federrate: Ermittlung wie hinten auch. Die Federn werden zu weich für dich sein. Trotzdem mal ausmessen:
Unbelastet, also voll ausgefedert hast du 200mm Federweg vorn, dann statischen und dynamischen Negativfederweg ermitteln. Wie das genau geht findest du durch googeln schnell raus, wär jetzt zu viel zum tippen. Wenn die Ergebnisse nicht in den empfohlenen Größenordnungen liegen, ist die Federrate für dich falsch, die Federn also zu hart oder zu weich (vermutlich zu weich). Ggf. kann man diese Werte auch mit entsprechender Federvorspannung (im Falle der Alp mit Hülsen auf den Federn) erreichen.
Klugscheiß Overkill: Die Federrate hat nix mit der Dämpfung zu tun. Die Dämpfung beeinflusst letztlich die Ein- bzw. Ausfedergeschwindigkeit, also vereinfacht gesagt, wie "schnell" die Feder beim Federn komprimiert (Druckstufendämpfung) bzw entspannt (Zugstufe Dämpfung) wird. Das wird über die Dämpfer reguliert (wie der Name schon sagt). Erhöht man die Dämpfung fühlt sich das dann "härter" an, reduziert man sie wird es gefühlt weicher. Bei der Alp ist das standardmäßig vorn wie hinten nicht einstellbar, man kann höchstens anderes Gabelöl verwenden (dickeres Öl = mehr Dämpfung). Ggf. kann man diese Werte auch mit entsprechender Federvorspannung (im Falle der Alp mit Hülsen auf den Federn) erreichen.
Weiterer Klugscheiß Overkill
Durch das Vorspannen der Federn werden die Federn nicht härter bzw. wird die Federrate keine andere.
Man spannt sie halt nur vor oder anders ausgedrückt ... man gaukelt ihnen eine gewisse Belastung vor.
Die Federung kann man aber auch noch mit der Höhe des Luftpolsters unterstützen bzw. der Luftpolster ist eine progressiv arbeitende Feder, die zusätzlich zu den Spiralfedern arbeitet.
Größerer Luftpolster --> weniger Unterstützung/Progressivität
Kleinere Luftpolster --> größere Unterstützung/Progressivität
Das Prinzip einfach mal mit einer wassergefüllten (ohne Kohlensäure) PET-Flasche ausprobieren.- Stimmt ans luftpolster hatte ich garnicht gedacht.
Noch mehr Klugscheißer Overkill:
Je stärker die Feder(n) vorgespannt wird, desto höher kommt das Fahrzeug (hinten oder eben vorn). Entgegen dem ersten denkimpuls senkt sich das Fahrzeug nicht ab, denn die gespannte feder "zieht" quasi den Dämpfer in die Länge. Wenn also die absoluten Werte der Negativfederwege nicht passen latent zu weich erscheint kann man dir Vorspannung erhöhen um das auszugleichen. Mehr Vorspannung = weniger negativfederweg. Deshalb erhöht man die Vorspannung bei mehr Beladung hinten auch. Die federrate ändert sich natürlich nicht, d. H. Wenn die Verhältnisse der einzelnen maßgeblichen Größen, also der negativfederwege, nicht stimmen, kann das nur durch eine andere federrate, aslo neue federn, geheilt werden. - Ich kürze den Physikunterricht mal ab und empfehle progressive Gabelfedern, weil sinnvoll... straffere Strassenlage, weniger Eintauchen beim Bremsen
- nich ausm physikunterricht sondern ausm wahren leben, dickeres öl reinmachen.....
jetze bitte keine weiteren physiklektionen, von wegen die viskosität iss hauptsächlich für die dämpfung zuständig (wie es die theorie besagt), ich hab (an nem anderen moped zwar) verschiedene öle befüllt, und die ergebnisse waren von nicht fahrbar (bordsteinkante hoch und durchgeschlagen bis anschlag) bis knüppelhart und bockig....
man glaubt es kaum, am ende war am besten fahrbar stinknormales 15/40 motoröl, was schon wirklich dick und fett ist gegenüber dem eigentlich spezifizierten gabelöl (weiß gar nich mehr welches das war...)
(für die transe ist 15/40 ziemlich sicher zu dick, halt mal verschiedene probieren von dünn nach dick....) - >Äh Motoröl in der Gabel? Wieso nicht gleich kaltgepresstes Olivenöl
- olivenöl war grad aus
bin jahre damit gefahren, hat einfach funktioniert, war halt inner xj 900, somit mit viel kürzerem federweg als transe z. bsp., wie gesagt ausprobieren, von dünn nach dick, vielleicht klappts.... ...wie gesagt ausprobieren, von dünn nach dick, vielleicht klappts....
Wär mir zu mühsam. Einfüllen-probieren- entleeren-einfüllen- probieren-....
Da nehm ich doch lieber einfach ein 5W od. 10W oder misch mir ein 7,5W aus den beiden zusammen.
jetze bitte keine weiteren physiklektionen, von wegen die viskosität iss hauptsächlich für die dämpfung zuständig (wie es die theorie besagt)...
Und ja, das Öl ist hauptsächlich für die Dämpfung der Federbewegung zuständig ... wenn allerdings das Öl so dick ist, dass die Feder gegen den Widerstand des Öl, dass durch den Dämpfergedrückt wird/werden soll, gar nicht schnell genug einfedern kann ... ja dann ist es ja fast schon eine Feder ... oder anders ausgedrückt, schon fast eine starre Gabel so wie früher bei einem Fahhrad.- Meine progressiven HyperPro Gabelfedern sind "damals" mit einem 20W Gabelöl gekommen (zumindest laut Verpackung). Hat mich anfangs ein bisschen geschreckt, weil doch ein wenig dick. Aber passt eigentlich soweit. Hab aber vor beim nächsten Gabelservice mal ein 10er oder 15er zu probieren.
Liebe Grüße, Robert