Technik: CDI für RD 11 ohne HISS
- Frage: gibt es für die RD 11 eine CDI ohne diese Wegfahrsperre (HISS), sodass man nach dem Wechsel keinen anderen "angelernten" Zündschlüssel braucht ?
- .... und worin besteht Dein Problem mit HISS?
H. - ...im Schlüssel. Ich kann ja die CDI nicht einfach wechseln, da eine andere nicht auf meinen Zündschlüssel "reagiert", und insofern also damit die Wegfahrsperre drin ist - oder liege ich da falsch?
Ich möchte Sie aber einfach tauschen können, ohne sonst was zu ändern. Wenn das funktionieren würde, wäre ja in dem Fall prima - aber das System "HISS" wäre sinnlos. - Hast Du denn gar keinen Schlüssel mehr, das wäre nicht nur blöd, das wäre auch teuer >>> alles tauschen. Einen Schlüssel brauchst Du, um einen neuen Schlüssel anzulernen.
Wenn Du einen abgebrochenen Schlüssel hast, kannst Du beim Schlüsseldienst einen nachmachen lassen, Rohlinge ohne Transponder gibt es für 7 - 10 €. Dann einfach entweder den Transponder umbauen (Risiko!) oder den Rest vom Bart abschneiden und den Plastikbumberl mit Transponder an den neuen Schlüssel mit Tape anheften. Als Ersatzschlüssel reicht das ja.
Original-Hondaschlüssel sind halt nicht ganz billig und kommen als Rohlinge und mit "leerem" Transponder. Den muss man dann beim Schlüsseldienst nach dem vorhandenen Schlüssel fräsen lassen und dann anlernen (lassen).
Selbst wenn es CDIs ohne HISS gäbe (glaube ich nicht, vielleicht beim Chinesen um die Ecke?), ist das sicher teurer als einen Ersatzschlüssel zu besorgen. - Danke für die Info.
Mir geht es allerdings darum, dass ich die CDI gerne 'mal tauschen würde, weil ich den Eindruck habe, dass meine auf den Drosselklappensensor nicht reagiert, auf jeden Fall ist es vollkommen egal, wie ich den einstelle. Der Sensor selbst fuktioniert (nachgemessen).
Für meine CDI habe ich zwei Schlüssel, die nützen mir aber für eine andere CDI wohl nichts... - Gut, das klingt plausibel, aber da habe ich keinerlei Erfahrungen mit, weil Null-Probleme.
Aber vorstellen kann ich mir das auch nicht. Wenn es so wäre, würde der Motor m.E. laufen wie ein Sack voll Nüsse, eher gar nicht. Das Signal wird doch gebraucht. Oder er läuft in einem Notprogramm, wo es tatsächlich egal sein mag. K.A., da halte ich mich raus.
Wenn Du das Steuergerät tauschen willst, brauchste eben auch den passenden Schlüssel dazu. Rein mechanisch reicht dann der Deine, der zum Zündschloß gehört, der Schlüssel zu dem Tauschgerät muss man nur daneben in den Bereich des Lenkschafts halten, wo die Ringantenne sitzt. Ob allerdings dann sich die beiden Signale der unterschiedlichen Schlüssel stören, weiss ich nicht, könnte aber gut sein. Im Zweifelsfall einen einfachen Schlüssel ohne Transponder nachmachen lassen. Das habe ich an meiner ST1300 schon ausprobiert, da habe ich einen Transponderlosen 3.-Schlüssel für die Koffer und das abschließbare Staufach. Den Originalschlüssel neben den eingesetzten 3.-Zündschlüssel gehalten und die Maschine ist gelaufen. Wenn der Code mal durch ist und die Zündung freigegeben wurde, wird der Transponder bis zum nächsten Anlassen nicht mehr gebraucht.
H.
.... weil ich den Eindruck habe, dass meine auf den Drosselklappensensor nicht reagiert, auf jeden Fall ist es vollkommen egal, wie ich den einstelle. Der Sensor selbst fuktioniert (nachgemessen).
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Ich habe im WHB das mal soweit nachgelesen. Nachdem dort nichts beschrieben ist, wie man das Teil einzustellen hat, sage ich, das kann man gar nicht einstellen. Das Ding funktioniert oder eben nicht. Oder die Kabelverbindung ist schlecht oder unterbrochen oder das Steuergerät ist im Eimer.
Was heißt "reagiert" nicht, wie prüfst Du das? Nach WHB kann man nur den sich verändernden Widerstand rausmessen und zwar zwischen ICM (Deine CDI) und dem Anschlußkabel bzw sensorseitig desgleichen. Fertig, mehr nicht.
Andererseits, was erwartest Du? dieser Sensor gibt die Drosselklappenstellung an das Steuergerät, indem sich der Widerstand ändert. Das Steuergerät rechnet diesen Wert in die Zündungsvorverstellung ein. Würde es das nicht tun, weil keine oder falsche Werte ankommen, wäre die Vorverstellung des Zündzeitpunktes fehlerhaft. Das kann in gewissem Rahmen noch unauffällig sein, aber würde sie bei Vollgas nicht vorverstellt, wird es vermutlich ziemlich lustig werden.
Der Sensor "arbeitet" also völlig unauffällig, indem der Motor völlig unauffällig zwischen Leerlauf und Vollgas dreht und das eingestellte Gas auch annimmt, keine Fehlzündungen produziert und kein Klopfen oder sonstwas. Abgase müssen auch stimmen, was zudem ein starker Indikator für richtiges oder falsches Funktionieren wäre. Weil die optimale Verbrennung ganz maßgeblich auch vom Zündzeitpunkt (ebenfalls nicht mechanisch verstellbar!) und damit von der Vorverstellung abhängt. Kommt die Zündung relativ zum Kolbenstand zu spät, öffnen die Ventile, bevor die Verbrennung abgeschlossen ist. Ich denke, das sieht, hört und riecht man, und messen kann man es auch.
H.- Einfache Sache, Fahr die Maschine mal und dreh möglichst hoch oder fahr eine gewisse Strecke mit hoher Drehzahl kurz vor rot. Dann steck den Drosselklappenpoti aus und wiederhole den Test.
Ich mutmaße dass der Poti lediglich Gas voll auf, oder nicht voll auf unterscheidet um ab einem bestimmten Drehzahlwert den Zündzeitpunkt auf noch früher stellt, um mehr Leistung oder sauberer Lauf bei hohen Drehzahlen zu ermöglichen.