Moin!
Da sich meine Bremsscheibe vorne (und hinten) verzogen haben, will ich die Winterpause nutzen und sie ersetzen. Ich bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, warum sie sich beide gleichzeitig verzogen haben. Für Hinweise bin ich also dankbar.
Und wenn ich mich schon mit der Bremse auseinandersetze, möchte ich die Gelegenheit nutzen und zumindest vorne die größere Scheibe von HE und eine Stahlflexleitung zu verbauen. Nun plane ich eine 2,5 cm Lenkererhöhung zu verbauen und frage mich, ob z.B. die von Melvin für die pd06 angebotene Leitung mit einer Länge von 110 cm ausreicht, oder ich sie einfach etwas länger bestellen sollte. Hat hier evtl. jemand schon Erfahrungen damit gemacht?
Viele Grüße und besten Dank für eure Hilfe!
Benedikt
Technik: Bremse tauschen, aufrüsten (inkl. Stahlflex)
- Ich habe gerade eine Melvin Stahlflex-Leitung an meiner PD06 eingebaut.
Die Orginal-Bremsleitung läuft noch um das rechte Gabelrohr "drum herum" und ich habe die genauso wieder verlegt. Passte perfekt.
Wenn Du beim Verlegen der neuen Leitung diesen Bogen wegläßt holst Du locker 2,5 cm heraus.
Ich würde allerdings die Jungs bei Melvin einfach mal anschreiben ... die sollen Dir eine etwas längere Leitung bauen. Das kann ja nicht das Problem sein.
Gruß
PS.: Wie verziehen sich denn Bremsscheiben ? PS.: Wie verziehen sich denn Bremsscheiben ?
Beispielsweise in dem man mit warmen/heißen Bremsen durch Pfützen fährt, sodass sich die Bremsscheibe schlagartig (teilweise) abkühlt. Das führt zu Spannungen innerhalb der Scheibe und sie verzieht sich. Allerdings kann ich mich nicht an eine solche Situation erinnern...- Ich habe eine PD10 mit 25mm Lenkererhöhung und Stahlflex von Melvin in Originallänge, paßt ganz locker. Wenn Du eine andere Länge von Melvin nimmst (das fertigen auf Wunsch auch kostenlos in anderer Länge), dann gilt aber die ABE nicht mehr, weil die Leitung dann logischerweise nicht mehr der ABE entspricht, dann gibt es ein Teilegutachten dazu, dann ist aber wie bei allen Teilegutachten eine Änderungsabnahme durch einen Prüfingenieur einer Überwachungsorganisation (DEKRA / TÜV / GTÜ) vorgeschrieben, kostet ca 40 EUR.
Schau mal bei Melvin nach wie lang die Serienleitung ist, dann kannst Du das ja ausmessen. - Guter Einwand mit der ABE. Ich habe jetzt die 110 cm Leitung bestellt und werde berichten sobald alle Teile angekommen und eingebaut sind.
- Moin!
Die Bremse ist zerlegt, die Leitung getauscht und die Erhöhung verbaut. Im Moment sieht es so aus als würde es passen. Eine finale Aussage kann ich aber erst treffen, nachdem der Bremssattelträger (mitsamt dem dem Adapter und der neuen Bremsscheibe) zurück ist.
Ich hab noch mal zwei kurze Fragen: Kann ich zum einfetten der Gleitstifte einfaches Lagerfett nehmen? Und sind die Haltestifte vorne und hinten identisch? Der vordere sah jetzt schon recht mitgenommen aus und ich würde dann direkt beide besorgen...
Schöne Grüße,
Benedikt Kann ich zum einfetten der Gleitstifte einfaches Lagerfett nehmen?
Ja, kein Problem
Du brauchst aber keine neuen Lagerstifte nehmen. Spanne die Stifte einfach mit dem Gewindeteil in einen Akku-Schrauber, dann nimmst Du 600er oder 800er Schmirgen, je nachdem wie verrostet die sind, kannst du ja bei 240er oder 400er Körnung anfangen und dann drehst Du sie Stifte mit dem Akku-Schrauber in dem Schmirgelpapier, dann sind die wie neu. Das mache ich bei allen Lagerstiften son, egal ob Auto und Motorrad. Das geht in 2 Minuten und kostet Dich nix.- Zum Fetten nimm lieber Kupferpaste
Die ist hitzebestaendig
vG
Uwe - Alles klar, dann werde ich die Stifte mal mit Schmiergelpapier bearbeiten und mit Kupferpaste einschmieren.
Ich hab mir heute die hintere Bremse vorgenommenn (hinten sind übrigens die gleichen Stifte wie vorne verbaut). Sobald frische Reifen auf den Rädern sind geht's zumindest hinten wieder an den Zusammenbau. - Hmmm, ich verwende immer temperaturbeständiges, wasserbeständiges Silikonfett ... Spezifikation ... müsste ich mal nachsehen. Dieses Fett ist AFAIK auch von Honda so empfohlen. Ob Kupferpaste oder gar Lagerfett da ein entsprechend gleichwertiger Ersatz ist???? Ich weiß es nicht.
Das mit dem Polieren mit einem 800er od. 1000er Schleifpapier mach ich auch immer. Mit einem gröberen (400er) würde ich das nicht machen.
Außerdem glaube ich, dass man mit diesem Arbeitsschritt eine vorhandene korrosionshemmende Beschichtung komplett entfernt und man das Problem entsprechend schneller wieder hat. Ist aber z.Z. eine reine Vermutung, die ich aus eigener Erfahrung noch nicht erhärtet habe.
Ich denke, dass es gescheit ist, wenn man diese Stifte alle 3-4 Jahre erneuert. Sie sind doch auch ein wesentlicher Teil zum ordnungsgemäßen Funktionieren der Bremse (Rückkstellung der Bremsbeläge). - In anderen Foren ist mir diese Paste über den Weg gelaufen: http://www.ate-info.de/de/products/datasheet/ate-bremszylinder-paste-180-ml/
- Hmm, ich möchte jetzt nicht sagen, dass die Paste falsch ist, aber wenn ich mir den Sicherheitshinweis ansehe ...
Sicherheitshinweis
?Nur für Stellen, die mit Bremsflüssigkeit in Berührung kommen! Dort niemals Mineralfette oder -öle verwenden!
Die Gleitstifte kommen jetzt ja net wirklich mit Bremsflüssigkeit in Berührung ... Die Gleitstifte kommen jetzt ja net wirklich mit Bremsflüssigkeit in Berührung ...
Ja, leider steht da auch nicht worauf sie basiert (Mineralöl, Silikon...)
Hmm, ich möchte jetzt nicht sagen, dass die Paste falsch ist, aber wenn ich mir den Sicherheitshinweis ansehe ...
Sicherheitshinweis
?Nur für Stellen, die mit Bremsflüssigkeit in Berührung kommen! Dort niemals Mineralfette oder -öle verwenden!
Die Gleitstifte kommen jetzt ja net wirklich mit Bremsflüssigkeit in Berührung ...
Servus,
hab mir mal meine ATE Paste in der Garage angesehen: so wie das Zeug aussieht, IST das Silikonpaste. Ich verwende die seit Jahren für bestimmte Arbeiten an der Bremse. Für die beschriebenen Bolzen sollte man aber eher Kupferpaste (sparsam) nehmen.- Also kann man zusammenfassend sagen, dass die Haltestifte der Bremsbeläge am besten dünn mit Kupferpaste und die Gleitstifte, auf dem der Sattel schwimmt, mit Silikonpaste geschmiert werden sollten?
- Schau mal hier
www.aecom.de/shop/shopdaten/phpODBGRR.pdf?
Geht fuer alles, nur nicht IN der Hydraulik der Bremse (dafuer ist das Teves-Fett )
Schau mal hier
www.aecom.de/shop/shopdaten/phpODBGRR.pdf?
Geht fuer alles, nur nicht IN der Hydraulik der Bremse (dafuer ist das Teves-Fett )
Na gut, das ist ja auch "nur" Kupferpaste. Und Kupferpaste verträgt sich, laut den Datenblättern, nicht dauerhaft/uneingeschränkt mit Kunsstoff-/Gummiteilen, also den "Überziehern" der Gleitstifte. Nicht das die nach 18 Jahren noch taufrisch und nicht in irgendeiner Art angegriffen wären, aber rein grundsätzlich sollte dann doch ein Fett auf silikonbasis geeigneter sein?und die Gleitstifte, auf dem der Sattel schwimmt, mit Silikonpaste geschmiert werden sollten?
Also, bevor ich diese Stifte mit etwas Fett oder fettähnlichem in Berührung bringe, muss schon die Hölle gefrieren.
Stell dir mal vor, dass - aus welchem Grund auch immer - Fett von dort zwischen die Bremsscheibe und die Bremsbeläge gelangt ... der Reibbeiwert würde mglw. drastisch sinken, und damit auch die Bremsleistung.
Nein, diesen Gleitstift lässt man trocken. Die beiden anderen kann/soll man schmieren, und die Leichtgängigkeit der Komponenten zu erhöhen ... aber da ist auch eine Dichtung, damit Wasser nicht eindringen, und Fett nicht austreten kann.- Varakurt: Nein, diesen Gleitstift lässt man trocken
Au weia
Aber ich sag nichts mehr
Ciao - Deine Aussage versteh ich jetzt nicht. Wenn du diesen Satz
ein, diesen Gleitstift lässt man trocken
Au weia
nicht ironisch meinst, sondern so wie er da steht, dann sind wir eh gleicher Meinung ....
Also, bevor ich diese Stifte mit etwas Fett oder fettähnlichem in Berührung bringe, muss schon die Hölle gefrieren.
Sollte o.a. Satz von dir allerdings ironisch gemeint sein, dann bitte ich um Erläuterung, warum du findest, dass man die "Befestigung-/Gleitstifte" mit denen die Beläge fixiert werden gefettet werden sollten. - Den würde ich definitiv nicht trocken lassen. Mein Stift, den ich ausgebaut habe, war total verrostet und nur mit überredungskunst diverser Mittelchen davon zu überzeugen, rauszugehen.
Den Bolzen dünn mit Fett beschmieren und gut. Es geht ja nicht darum, dass man den vollpumpt dass es schon beim montieren rausquillt, sondern um eine leichte, dünne Schicht um die Reibwiderstand zu minimieren.
Ich habe für mich entschieden, das Kupferpaste nur auf die Reibbleche kommt wo die Beläge dran sitzen, ansonsten arbeite ich mit ATE-Bremspaste.
Wenn ich weiterhin so damit umgehe vererbt mein Sohn die Tube an seine Kinder mit 50% Inhalt.
Man sollte aber an der Bremse nicht nach dem Prinzip "viel hilft viel" arbeiten, sondern mit Verstand. - Speedy hat das gut erklaert
Den würde ich definitiv nicht trocken lassen. Mein Stift, den ich ausgebaut habe, war total verrostet und nur mit überredungskunst diverser Mittelchen davon zu überzeugen, rauszugehen.
Also, ich habe überhaupt keine Probleme den Stift aus seinem Gewinde rauszubekommen ... man darf ihn halt nicht sehr fest anziehen ... aber das ist auch nicht gedacht. Ich schraub den Stift rein, bis sich der Wiederstand zum Anziehen erhöht, dann öffne ich wieder um ca. 1/8 Umdrehung. Gegen rausfallen wird der Stift eh durch die Madenschraube geschützt - wobei ich die auch nicht sehr fest anziehe.
Diese Vorgangsweise hab ich mir angewöhnt, seit ich mal einen Stift nimmer mehr rausbekommen hab. Ich bzw. meine Gattin fahren mit solcherart Bremsen schon seit vielen Zehntausend Kilometern, und noch nie hat sich der Haltestift gelockert.
Und "total verrostet" war der Stift bei mir auch noch nie ... vielleicht liegt das daran, dass ich zumindest 1x/Saison die Bremsbeläge tauschen muss ... manchmal auch 2x. Ich bin halt doch ein ängstlicher Bremser.
Aber gut, jeder wie er will. Werde heute Abend mal einen Blick ins Bucheli bzw. Werkstatthandbuch der Africa Twin werfen, ob da was steht, dass der Teil geschmiert gehört.- Halt! Stop!
Wir reden aneinander vorbei!
Du redest von den Belagstiften, weiter vorne ging es um die Gleitstifte zwischen Bremssattel und Adapter zur Gabel.
Der unteren Gleitstift, auf dem der Sattel schwimmt, war bei mir voller Rost.
Die Belagstifte bekommen von mir hauchdünn Kupferpaste, da sie sonst evtl. quitschen. Beim Bremsen bewegen sich ja die Beläge (zumindest der Kolbenseitige) und rutscht auf dem Stift hin und her. Somit bekommt er ein wenig Unterstützung. - Hmm, ich glaube nicht dass wir aneinander vorbeireden.
Gleitstifte als Verbindung zw. Adapter und Bremssattel --> schmieren mit Silikonfett (zumindest bei mir --- ist auch kein Problem, weil, wie ich schon schrieb da eine Gummidichtung ist, die das Eindringen von Wasser und das austreten von Fett verhindert).
Bremsbelagsstift, Befestigungsstift oder wie man dieses Teil auch immer net bleibt bei mir trocken weil ...
Also, ich habe überhaupt keine Probleme den Stift aus seinem Gewinde rauszubekommen ... man darf ihn halt nicht sehr fest anziehen ... aber das ist auch nicht gedacht. Ich schraub den Stift rein, bis sich der Wiederstand zum Anziehen erhöht, dann öffne ich wieder um ca. 1/8 Umdrehung. Gegen rausfallen wird der Stift eh durch die Madenschraube geschützt - wobei ich die auch nicht sehr fest anziehe.
Diese Vorgangsweise hab ich mir angewöhnt, seit ich mal einen Stift nimmer mehr rausbekommen hab. Ich bzw. meine Gattin fahren mit solcherart Bremsen schon seit vielen Zehntausend Kilometern, und noch nie hat sich der Haltestift gelockert.
Und "total verrostet" war der Stift bei mir auch noch nie ... vielleicht liegt das daran, dass ich zumindest 1x/Saison die Bremsbeläge tauschen muss ... manchmal auch 2x. Ich bin halt doch ein ängstlicher Bremser.
Um ein rutschen der Beläge im 1/10 bzw. 1/100 mm Bereich zu gewährleisten, reicht es IMHO, wenn der besagte Stift schön glatt ist --- deswegen wurde weiter oben ja geschrieben, dass man den Stift beim Belagswechsel mit einem 800er od. 1000er Schleipapier "aufpolieren" soll.
Ich glaube nicht, dass ein hauchdünner Fettfilm
a) das leichtere rutschen auf dieser sehr kurzen Strecke wirksam unterstützt und
b) dass dieser Fettfilm nach dem Einbau und festsziehen dieses Stiftes überhaupt naoch vorhanden ist und
c) dieser dünne Fettfilm sehr witterungsresistent ist.
Ich gehe viel mehr davon aus, dass der frei zugängliche Teil des Stiftes, wenn du ihn zum Belagswechsel ausbaust, wieder trocken ist und nur blankes Metall aufweist.
Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Kurt