Hallo!
Da ich keine Garage habe, habe ich meine Transe bei dem Regenwetter die letzten Tage immer mit einer Plane abgedeckt. Da ist sie immer einwandfrei angesprungen, was sie bisher sowieso immer tat.
Heute hatte ich Spätdienst und das Motorrad stand den ganzen Tag im Regen. Als ich sie anlassen wollte ging gar nichts mehr. Der Anlasser zog zwar gut durch, aber das wars dann auch. Kann das an der Nässe liegen? Wenn ja, was kann ich jetzt tun? Die Battierie ist jetzt natürlich auch dementsprechend ziemlich leer. Brauche dringend Rat, das ist mein einziges Fortbewegungsmittel.
Viele Grüße,
Effendi
Technik: Brauche schnelle Hilfe!
- In welcher Position ist denn der Notausschalter oder Killschalter?
- Das war natürlich auch, wonach ich als erstes schaute. Alles war normal.
- Als allererstes solltest Du die Batterie nachladen...
1. Zündfunke vorhanden?
Zündkerze rausdrehen, mit !isolierter! Zange an Motorblock halten und starten. Der Funke muss kräftig und regelmäßig sein.
Wenn ja:
2. Bekommt der Motor genügend Kraftstoff?
Riechen die "Abgase" bei den Startversuchen nach Benzin?
PS: Meine Transe stand bisher auch immer im Freien [u]ohne[u] Plane. Ich hatte nie Probleme. Außerdem kann sich unter einer dichten Plane Kondenswasser bilden das Motorrad kann nach dem Regen nicht mehr richtig trocknen. - Hast ihn auch ein paar mal/öfter(!) hin und her bewegt? Der spinnt schon mal. Ebenso das Zündschloß.
- ggf mit Kontaktspray "spülen"
Leerlaufleuchte war an? - Ja, Lichter etc. war alles normal.
@ManniTA91: was meinst Du mit "hin und herbewegen"? - Na ein paar Mal hin und her schalten.
- Und dass es wirklich an der Nässe/Feuchtigkeit liegen könnte ist wohl eher unwahrscheinlich?
- Einschalten ausschalten.
Einfach hin und her bewegen.
Wenn der wenig bewegt wird und dann Feuchtigkeit abbekommt können die Kontakte innen kordieren und die alten Alp drehen den Motor auch wenn der Killschalter auf aus ist.
Das siehst aber auch wenn du wie empfohlen den Zündfunken prüfst.
Falls du digitale cdis verbaut hast, die brauchen auch volle Spannung - Das Motorrad steht bei mir auf der Arbeit. Ich werde wohl erst selbst mal versuchen, das Ding wieder in Gang zu bringen, wenn nicht werde ich den ADAC bemühen.
Viele Grüße,
Effendi - Hallo!
Die Transe läuft wieder!!! Hurraaaa!
Da sieht man wieder, dass guter Rat nicht teuer sein muss. Hab mich schon auf ADAC etc. mental eingestellt, aber erst einen Rat von Euch befolgt: den Not-Aus-Schalter gut mit Kontaktspray "eingeweicht" (Kontaktchemie "Kontakt 60", welches ich für das beste Kontaktspray halte), ein paar mal hin und hergekippt und - die Transe war auf den ersten Drücker da!.
Vielen Dank für die hilfreichen Tips, es blieb mir viel Stress erspart.
Viele Grüße,
Effendi - Hallo!
Hab wieder das gleiche Problem: heute morgen sprang sie einwandfrei an. Heute eine kleine Tour gemacht, die Transe stand etwa eine Stunde. Als ich sie dann anlassen wollte ging das schon mal nicht so einfach, sprang nicht sofort an. Nach ein paar Versuchen kam sie dann doch. Als ich dann nach Hause fuhr und sie abschaltete, wartete ich ein paar Minuten und dann ging wieder gar nichts mehr. Komisch, wenn sie fährt, fährt sie einwandfrei. Nur das Anlassen will im Moment nicht so klappen. Ich hab jetzt erst mal die Batterie ans Ladegerät gehängt und lade sie über Nacht auf. Kann es auch an den digitalen CDI´s liegen? Bin ratlos.
Viele Grüße,
Effendi - Ja kann es. Grade die erste Generation der digitalen CDIs ist bekannt dafür bei feucht-kühlen Temperaturen und besonders bei Kälte schlecht zu zünden. Ich hatte deshalb eine 14 Ah Batterie eingebaut, denn die hat etwas mehr Reserve.
- Die Frage ist dann nur, wenn ich die Batterie gestern Abend fast leergemacht habe, warum sie heute morgen sofort ansprang.
Ich habe die Batterie jetzt mal ans Ladegerät über nacht gehängt. Ich vermute aber, dass da noch was anderes ist...
Viele Grüße,
Effendi - Wenn eine Batterie etwas Ruhe hatte, "erholt" sie sich ein klein wenig. Das kann dann für einen kräftigen Zündfunken ausreichen.
EIn typisches Indiz ist, dass die Alp beim orgeln klingt, als müsste sie jeden Moment angehen, es aber nicht tut. Hier fehlt dann das letzte bischen Kraft zum Starten. Ich vermute aber, dass da noch was anderes ist...
Wie alt ist denn deine Batterie? Bei mir waren diese Symptome Anzeichen einer schwächelnden Batterie. Die digitalen cdis sind da sehr verwöhnt, wollen immer eine topfitte Batterie. Temperaturen unter 10 Grad und schon kann's schwierig werden.- Hallo ManniTA91!
Ich vermute langsam auch, dass es die Batterie ist. Sie zieht zwar durch, bringt aber die Spannung für die CDI´s vermutlich nicht her. Hintergrund:
Die Batterie ist erst drei Monate alt, aber ich habe beim Kauf/Einbau so einiges falsch gemacht. Ich habe sie eigentlich als volle Batterie gekauft. Als ich sie auspackte war sie aber leer. Da ich nach so langer Zeit wieder fahren wollte sollte alles ganz schnell gehen: Säure rein, nicht lange genut gewartet (etwa eine Stunde) und dann nur etwa 12 h geladen. Bisher lief sie wohl ganz gut, aber können das wohl die Nachwirkungen sein, für das, was ich am Anfang vermurkst habe?
Ich habe die Batterie heute die ganze Nacht am Ladegerät hängen gehabt. Eingebaut, noch nicht mal richtig gedrückt und schon war sie da. Spricht eigentlich alles für ein Batterieproblem.
Aber kann es wirklich sein, wenn sie gut durchzieht, dass trotzdem der Strom für den Zündfunken nicht ausreicht?
Viele Grüße,
Effendi - https://www.transalp.de/forum/beitraege/technik/cdi_erfahrungen/?no_cache=1&tx_mmforum_pi1%5Bpage%5D=1&cHash=74d8c6e6944d6185abe0d6a1b7c04a1e
In dem Fred steht weiter hinten was zur digitalen cdi. - Kurzes Update:
Also erstmal: die Maschine läuft wieder einwandfrei. Nachdem ich die Batterie gut eine Nacht lang aufgeladen habe, habe ich auch festgestellt, dass in einigen Zellen etwas Flüssigkeit fehlt. Diese habe ich nachgefüllt und dann eben aufgeladen. Funktioniert wieder einwandfrei.
Nur was mich wundert: wenn es wirklich and der Batterie lag, warum zog dann der Anlasser einwandfrei durch, aber es kam keine Zündung?
Viele Grüße,
Effendi
Nur was mich wundert: wenn es wirklich and der Batterie lag, warum zog dann der Anlasser einwandfrei durch, aber es kam keine Zündung?
Viele Grüße,
Effendi
Tipp ich mal echt auf den Seitenständerschalter.. wenn der Gummibalg undicht ist und der Ständer eingeklappt wird ist der oft schwergängig, bei mir ging damals auch das Lämpli aus, der Anlasser drehte und keine Zündung.
Bedeutet, der Schaltkontakt auf der einen Seite öffnet zwar, aber der Kontakt auf der anderen Seite wird nicht geschaltet, schwergängig.
Hab damals auch Monate gebraucht bis ich den Fehler hatte.. mal tat ers, dann musste ich wieder mittm Taxi zur Arbeit..
Im Sommer gehts, warte bis es kühler wird.. dann häufen sich die Ausfälle und bei Frost geht gar nichts mehr.
schau mal nach.
Bei einigen Baujahren dreht der Anlasser bei ausgeklapptem Seitenständer, bei einigen hörste nur klicken.. deswegen gibts ja so viele Schaltpläne für die TA.
Bei der 88er drehte der Anlasser auch und die Zündung fehlte und 91 ist ja nicht so weit weg..- Keine Ahnung warum (ist mir auch egal), hatte zwei mal das gleiche Phänomen, Anlasser dreht...nix geht...
Batterie gewechselt und alles war gut! - ... ich stelle mir das so vor:
Anlasser wird über das Starterrelais direkt von der Batterie genährt und die Zündung über den "Umweg" Zündung-Elektrik.
Zieht nun der Anlasser 30 - 40 Ampere raus, tut er das eben auch mit niedrigen Spannungswerten, die dann ihrerseits die Spannung noch weiter in den Keller schicken. Und genau das verträgt die Zündelektronik nicht mehr und streikt. Denn bei der sind weniger die Ampere (könnte man geradezu vernachlässigen) gefragt als die richtigen Spannungswerte um 12 - 13 V.
Meine RD11 hat Zwangs-Licht, was die Elektrik angeht, ein höchst unerwünschtes Feature. Da werden ohne Not 55 Watt für das Abblendlicht verbraten plus einig andere Verbraucher. Bei einer schwachen Batterie kann das schon genügen, nicht mehr genug Saft fürs Starten zu haben, da nützt dann die Unterbrecherschaltung bei Betätigung des Anlassers auch nichts mehr.
Werde ich bei Gelegenheit ändern.
H.