Moin,
mit fällt zunehmend auf, dass meine PD06, wenn man bei 4000-4500upm am Kabel zieht, kurz genau das Gegenteil von dem Macht was sie soll. Irgendwie nimmt sie da kurz kein Gas an, läuft dann aber ganz normal weiter. Meistens fällt mir das im 4. Gang auf.
Der Luftfilter ist erst wenige Tkm drin. Mein Gefühl sagt mir, dass die Vergaser mich ärgern wollen. Kennt jemand das Problem und auch gleich die Lösung dazu? Für die Suche fehlten mir die richtigen Worte - oder es ist kein verbreitetes Problem...
Gruß
Lars
Technik: Beschleunigungslöchlein bei 4500upm
Moin,
mit fällt zunehmend auf, dass meine PD06, wenn man bei 4000-4500upm am Kabel zieht, kurz genau das Gegenteil von dem Macht was sie soll. Irgendwie nimmt sie da kurz kein Gas an, läuft dann aber ganz normal weiter. Meistens fällt mir das im 4. Gang auf.
Der Luftfilter ist erst wenige Tkm drin. Mein Gefühl sagt mir, dass die Vergaser mich ärgern wollen. Kennt jemand das Problem und auch gleich die Lösung dazu? Für die Suche fehlten mir die richtigen Worte - oder es ist kein verbreitetes Problem...
Gruß
Lars
Wenns schlimmer wird Membranen im Vergaser auf Risse checken. Ansonsten mal Vergaser,Choke etc inspizieren und reinigen. Ist dein neuer Lufi ein Originalteil oder aftermarket ? Teste mal ohne Lufi.
Das Loch um 4000 rpm ist allerdings auch in den Diagrammen von Leistung und Drehmoment erkennbar. Das ist der Übergangsbereich in dem die Hauptdüse zunehmend die Spritzufuhr übernimmt. Kleine Änderungen am System können schon mal die Sache etwas verschlimmern.
Gerda- Hallo Lars,
schau dir das mal an:
http://www.transalp.de/forum/beitraege/technik/benzin_oder_luft_weg_bei_5000_umin/
Hallo Lars,
schau dir das mal an:
http://www.transalp.de/forum/beitraege/technik/benzin_oder_luft_weg_bei_5000_umin/
Meine läuft wieder GOTT SEI... besser den Schraubern sei DANK
Der Weg dorthin :
Als erstes waren die Lufthutzen an der Luftbox unter dem Tank spröde und Löchrig. Meine ist eine Pd06 letztes Produktionsstaus bevor sie in Italien weitergebaut wurde. Man erkennt das an dem Drosselklappensensor.
Danach haben wir den Vergaser gereinigt und die Schwimmer eingestellt. 7 mm vom Gehäuse bis ok. Schwimmer. Alles wieder zusammen und …. Die Karre fuhr nur noch bis 4000 U/min. Anscheinen hat mein Vorgänger die Düsen erweitert weil er einen Sportauspuff angeschraubt hat. Also alles wieder raus…. Und nach zweimaligen Versuch und nachbiegen der Schwimmerklammer ist diese nun so eingestellt, dass die Schwimmer fas unten in der Kammer liegen.
Danach haben wir die Kompression gemessen. Der Vordere Zylinder hat 11500 bar, der hintere 10500 bar gedrückt. Ab dann waren wir dem Problem auf der Spur. Beim Synchronisieren haben wir die Gemischschrauben (heisen die so? ) eingestellt. Uns siehe da, durch die unterschiedliche Kompression müssen beide unterschiedlich eingestellt werden. In der letzten Woche habe wir immer beide Kammern gleich eingestellt. Also beide rein, 2,5 Umdrehungen raus und dann probiert.
Mit mir alleine ging es dann schon Super. Also am Sonntag meine Sozia aufgesattelt, auf den Kreuzberg gefahren … und was soll ich sagen …. Ein Loch bei 7500 U/min.
Darauf hin habe ich einen Honda Vertragshändler angerufen und wollte wissen was die Steuereinheit (Drosselklappensensor) kostet. Der hat gesagt: Ich repariere 20 Jahr lang Transalps. So ein Ding habe ich noch nie gesehen ? Da war ich baff so mal er nach 2 Stunden zurückgerufen hat und das Teil auch nicht in seiner Honda-Teileliste auftauchte.
Heute Mittag haben wir den Podi abgeschraubt um ersmal zu schauen was der überhaut Regelt. Nachdem wir merkten das das Ding die Drehzahl beeinflusst und die Montage über Langlöcher erfolgt, haben wir an der Einstellung Probiert. Was soll ich sagen …… Sie läuft wie das Gewitter.
Kannst mich gerne mal anrufen wenn du dazu fragen hast. Meine Nummer 0170 3000 637
Ciao Hape- Moin,
und sorry für meine SEHR verspätete Reaktion!!! Da ich zwischenzeitlich Vater geworden bin, gab es eine leichte Interessenverschiebung
So, dann nochmal zum eigentlichen Thema:
Da die Symptome immer schlimmer wurden, habe ich mir dann doch mal die Zeit genommen, den Vergaser zu zerlegen, Düsen raus, alles ins Ultraschallbad gepackt und mit Druckluft durchgepustet. Einen Poti habe ich nicht gefunden, ebensowenig eine kaputte Membran. Leider hat die Reinigung nix gebracht. Was ich irgendwie beim Auseinanderbau versäumt habe, war die Einstellung der Schwimmer zu überprüfen. Das ist derzeit meine (vorerst) letzte Hoffnung. Werde mich da vielleicht am Wochenende nochmal ranmachen.
Wo die Symptome schlimmer geworden sind, kann ich sie auch etwas besser beschreiben:
Bis Halbgas ist alle normal, zwischen Halb- und Vollgas ist es ein bisschen wie Rodeoreiten, bei Vollgas ist es nicht mehr ganz so schlimm. Das ganze ist abhängig von der Außentemperatur: je wärmer es ist, desto schlimmer, d.h. morgens merkt man manchmal fast nix, solange der Motor noch nicht richtig warm ist, nach ein paar km wird es schlimmer bzw. wenn das Thermometer steigt. Manchmal ist es schon nervig, mal eine Geschwindigkeit zu halten, weil sie mal ein paar Sekunden nicht richtig am Gas hängt und dann wieder losmarschiert. Der Verbrauch liegt inzwischen bei strammen 7l/100km - anfangs bin ich so mit 4,5 bis 5,0 l/100km unterwegs gewesen.
Am besten wäre es, wenn ich einen Saarländer fände, der mir einen Vergaser zum Testen zur verfügung stellen kann. Dann weiß ich wenigstens, ob ich am richtigen Organ suche. Vielleicht mache ich dafür nochmal nen eigenen Thread auf...
Viele Grüße
Lars - Mal gerade ganz viel OT :
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum Titel "Papa" und das gleiche an deine Frau zum Titel "Mama"! ;.)
Leider kann ich dir bei deinem Problemthema so gar nicht weiterhelfen, ich muss erstmal sämtliche Kurse von Klanor belegen und mit Erfolg hinter mich bringen, dann sehen wir weiter. :)
Trotzdem viele Grüße
Claudia - Danke Claudia! Wir trainieren gerade eifrig ein Leben ohne Schlaf
Bei meinem Schrauber habe ich auch schonmal einen Kurs gemacht ( http://www.martinhessedenz.de/lehrgang.html ). Kann ich auf jeden Fall empfehlen! Aber an Klanors Angebot habe ich auch Interesse - man lernt ja nie aus.
Gruß
Lars - Ich habe 3 x Leben ohne Schlaf hinter mich gebracht, es ist zu schaffen, man muss nur durchhalten.
Klanor's Kurse finde ich toll, weil sie speziell für und an unseren Transalpschätzchen stattfinden werden (*hoff*), dann muss man (vor allem aber Frau) nicht immer umdenken, mir wird nur schon ganz anders bei dem Gedanken an die BMW mit ihren 3!! Blinkerschaltern!
Ich bin mal gespannt, was Klanor austüfftelt!
Grüße!
P.S. Nein, ich werde NIE eine BMW fahren oder besitzen,drei Schalter für die Blinker finde ich dann doch ein wenig ....viel? - Auch wenn er erst vor kurzem gewechselt wurde.
Zuerst die Luftfilterpatrone heraus nehmen und inspizieren.
Das Filterpapier darf nicht ölig sein.
Wenn verölt das Kondensat aus dem Luftfilterkasten ablasen und eine neue Patrone montieren.
Kontrollieren das kein Putzlappen im Kasten oder dem Luftkanal zu den Vergasern vergessen wurde.
Ist da alles in Ordnung die Vergaser wieder abnehmen.
Schwimmernadelventile und deren Ventilsitze genau begutachten.
Bei der kleinsten Beschädigung an den Kegeln oder den Ventilsitzfasen diese Teile erneuern.
Die Feinfilter vor der Montage durchblasen.Sichtprüfung auf Sauberkeit reicht nicht aus.
Die Schwimmerkörper selbst auf Undichtigkeiten hin überprüfen.
Im Zweifel eine Feinwaage zu Hilfe nehmen und am Ohr schütteln.
Es darf kein Kraftstoff eingedrungen sein.
Die Schwimmerstände nach dem Montage der Ventile vermessen und ggf. neu einstellen.
Außerdem die Dichtungsgummis an den Shoke-Kolben inspizieren.
Sie dürfen nicht verzogen oder rissig sein.
Die Andruckfedern der Kolben müssen noch genug Spannkraft haben.
Die Unterdruckkolben wo die Nadeln drin hängen sollen leicht ölig sein und müssen sich absolut leichtgängig im Vergasergehäuse bewegen können.
Sie dürfen an keiner Position zum Klemmen neigen.
Insbesondere undichte Schwimmernadelventile können schwere Motorschäden zur Folge haben wenn damit weiter gefahren wird.
Ihre einwandfreie Funktion und der korrekte Schwimmerstand sind deshalb sehr wichtig.
An einem dieser Dinge wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit liegen. - Sagt mal, ein Riss in der Ansaugbrücke würde meine Symptome doch auch erklären?! Habe nämlich gerade einen solchen gefunden.
Gruß
Lars - Es wäre auf jedenfall Falschluft und das ist ja bekanntlich oft der Grund für viele Krankheiten am Motor
Abdichten und gucken obs sich bessert
- Bin gerade auch schon auf der Suche nach nem passenden Dichtmittel. Irgendwo müssen noch zwei Tuben Patex Repair extreme rumfliegen. Das sollte eigentlich ganz gut funtionieren, da das Zeugs schön flexibel bleibt und gegen Lösungsmittel resistent ist. Jetzt muß ich sie nur noch finden
- Undichtigkeiten führen zur Abmagerung des Gemisches.
Hier liegt aber den Symptomen nach eindeutig eine Überfettung vor.
Den Ansaugdom kann man ganz gut mit Silikon abdichten.
Harte Kleber bringen es nicht. - Sledge, Deine Antwort wirft bei mir ein paar Fragen auf:
Wie kann man denn unterscheiden, ob der Motor ein zu fettes oder zu mageres Gemisch kriegt? Egal, was der Fall ist: es zündet nicht. Am Kerzenbild kann man vielleicht einen Hinweis kriegen aber aufgrund meiner Symptombeschreibung?
Wenn ich eine Undichtigkeit im Ansaugtrakt habe, dann - so meine Erklärung bisher - führt das dazu, dass der Unterdruck nicht mehr reicht um die (weiß nicht, wie die Dinger richtig heißen) unterdruckgesteuerten Kolben im Vergaser weit genug zu öffnen. Die Folge wäre ja dann tatsächlich ein zu fettes Gemisch - aber eben wegen der Falschluft.
Der Kleber bleibt übrigens elastisch. Insofern bin ich da guter Dinge. Wäre es nicht schon nach acht gewesen, hätte ich noch versucht ne Kartusche Karosseriedichtmasse zu besorgen. Das Zeugs klebt wie Hulle und bleibt auch geschmeidig - wehe, man hat es an den FingernDer Kleber wird mindestens reichen, um zu sehen, ob die Ursache gefunden ist. Ich bin mal optimistisch.
Morgen also dann ein hoffentlich positiver Bericht
Gruß
Lars - Moin,
gerade von der Probfahrt zurückgekommen. Das war es dann leider doch nicht. Also doch nochmal die Vergaser raus...
Kleiner Nachtrag: Die Krzen sind auf beiden Pötten ziemlich schwarz - außer an der Spitze der Mittelelektrode (Irridium). Der Schwimmerstand liegt bei rund 6,3mm. Ich denke, dass die Ursache hier nicht liegt.
Was ich weiter oben geschrieben habe bezüglich des Unterdrucks aus dem Ansuagtrakt zur Betätigung der Unterdruckkolben war wohl ziemlicher Unfug...
Für weitere Tips bin ich nach wie vor dankbar. Die Ideen gehen mir nämlich langsam aus
Was ich vielleicht nochmal versuchen werde, ist die Elektronik vom Kettenöler abzuklemmen. Vielleicht streuen ja hier irgendwelche Störungen in die Zündeung rein. Allerdings würde ich dann eine muntere Knallerei aus dem Auspuff erwarten.
Gruß
Lars Wie kann man denn unterscheiden, ob der Motor ein zu fettes oder zu mageres Gemisch kriegt?
- Motor läuft um so schlechter je heißer er wird,schlechte Gasannahme ohne Beschleunigungsloch
-erheblich Kraftstoffmehrverbrauch
-Ruß auf der Isolatorkeramik der Mittelelektroden an den Zündkerzen
Was ich noch vergessen hatte,- verklemmter Shoke-Bowdenzug.
Wenn die Federn an den Shoke-Kolben es nicht schaffen den Bowdenzug vollständig zurück zu ziehen dann fährst du trotz geschlossenem Shoke-Hebel dauernd mit aktivierter Anreicherung herum.
Dies dürfte vermutlich sogar die warscheinlichste Problemursache sein zumal es ganz plötzlich kommt.
Nimm die Shoke-Kolben beider Vergaser von den Bowdenzugenden und die Federn ab.
Hake den Bowdenzug oben am Hebel aus.
Prüfe ob das Seil sich leichtgängig im Bowdenzug verschieben lässt.
Wenn er klemmt den Y-Bowdenzug von allen drei Seiten mit Getriebeöl oder speziellem Bowdenzug-Schmiermittel *reichlich* durchölen.
Das Öl kann man mit einer Spritze und aufgesetztem Schlauch passender Größe durch den Bowdenzug pressen bis es an den anderen Enden heraus fließt.
Er muß unbedingt leicht beweglich sein und darf nicht klemmen.
Die Federn an den Kolben dürfen nicht Schlaf sein.
Federn erneuern oder provisorisch etwas in die Länge ziehen wenn sie schon korrodiert oder altersschwach geworden sind.
Die Gummidichtungsfläche der Kolben muß einwandfrei sein.
Viel Erfolg- Moin Sledge,
vielen Dank für Deinen Beistand und die Erläuterungen!
Tatsächlich ist es so, dass die Symptome sich verschlimmern lassen, wenn man den Choke zieht. Also Überfettung scheint mir, zusammen mit Deiner Erklärung, plausibel.
Die Chokekolben scheinen mir auch nicht die Ursache zu sein: Wenn die Kolben am Vergaser demontiert sind, dann habe ich am Hebel direkt einen leichten widerstand. Sind sie eingebaut, dann habe ich ein paar Milimeter Spiel, weshalb ich davon ausgehe, dass die Kolben im Vergaser komplett schliessen und somit nicht die Ursache sind. Weiters sind sie leichtgängig und ohne Beschädigung.
Nachdem ich den Vergaser nochmal über eine Stunde ins Ultraschallbad gelegt habe, war die Enttäuschung, dass sich nicht gebessert hat heute derart groß, dass mir so unschöne Gedanken wie "in Teilen bei ebay reinsetzen und hoffen, dass der Erlös ungefähr für ne neue reicht" gekommen sind. Ich hoffe, dass sich das bis morgen wieder gelegt hat.
Gruß
deprimierter Lars, der jeden Tag mit dem Moped zur arbeit fährt... - Was für ein Ultraschallgerät hast du denn da?
- ich will ja jetz hier nicht der obergescheite sein, aber hast du schonmal dieses systemreinigerzeugs vom louis probiert? das soll ja voll der hammer sein.
ich habs noch net gebraucht bisher, aber das wär für mich in so einem fall das erste. kostet irgendwo bei 15 euros und wäre mal im vergleich gar kein aufwand. - Moin,
das Ultraschallgerät ist irgendein uraltes Bransonic mit 3-4L Fassungsvermögen. Da die Temperatur im Bad nach einer Stunde Betrieb noch auf fast 60°C war, scheint es richtig zu funktionieren.
Systemreiniger von Louis habe ich noch nicht probiert, lediglich einen Vergaserreiniger von Liquimoly. Aber der hat wie erwartet nur dem Hersteller genutzt. Aber wenn das Zeugs von Louis so dolle sein soll, dann wird das nachher mal gekauft. Danke für den Tip!
Gruß
Lars - Moin,
so ihr Lieben, ich weiß jetzt, woran es gelegen hat - und ich habe den Fehler nur gefunden, weil ich aus Verzweiflung auch Dinge angegangen bin die ich eigentlich für ausgeschlossen gehalten habe.
Ihr könnt ja noch ein paar Tips abgeben, was es war. Die Auflösung gibt es dann im Laufe des Abends von mir
Gruß
Lars - zu wenig luft im reifen?
zu wenig luft im reifen?
Auch nicht schlecht und mal was Neues...
Nein, Gerda war mit seinen Tips schon sehr gut: Der Luftfilter war es! Sah noch gut aus, war es aber nicht mehr. Ob es jetzt an der fehlenden Schaumstoffdichtung lag oder daran, dass der Lufi einfach Schrott war... keine Ahnung. Jedenfalls hätte ich damit nicht wirklich gerechnet.
Gruß
Lars