Hallo, ich bin es schon wieder. Alle Jahre, wenn der Winter beginnt, wie zum Hohn, stellt sich ein Problem ein. Dieses mal: neue Batterie drin, aber obwohl die Lichtmaschine laut Handbuch 310 W leisten soll, muss ich jeden Abend über Nacht nachladen. Als Verbraucher habe zusätzlich nur die 4-stufige Griffheizung von HG dran. Aber das kann doch nicht die Norm sein! Die Maschine hat knapp über 76.000 km weg. Die Heizung ging mir nach 70 km heute selbst im Fahrbetrieb bei knapp 4000 U/min aus. Zu Hause war der Akku bis auf 11,6 V entladen. Selber ins Detail messen kann ich nicht, aber mir drängt sich der Verdacht auf, dass der Regler nicht mehr genug Ladestrom zur Batterie leitet oder sollte die Lichtmaschine hin sein? Nur, läuft sie auf Batterie mit Licht und Heizung 80 km? Dann müsste doch auch die Lichtausbeute enorm zurück gehen?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? In die Werkstatt muss ich sowieso, denn die Maschine brauche ich für den Weg zur Arbeit, solange die Straßen befahrbar sind, aber eine Diagnose wäre hilfreich...
Danke im Voraus an Euch,
Tundrarabbit
Technik: Batterie wird bei der PD 10 entladen
- Durch den Betrieb jetzt im Herbst mit mehr Feuchtigkeit, vielleicht ein Kontaktproblem? An der Batterie selbst oder Masseanschlüsse? Mal checken und etwas fetten.
Bin im Urlaub gewesen, jeden Tag 8Std gefahren. Und an einem Tag Abends vor dem Supermarkt, zeigte der Voltmeter plötzlich 6V an, sprang natürlich nicht an. Ursache war etwas weiße Korrosion am Batteriepol. Einmal mit einem Stein drüber aufgerauht und einen Tropfen MÖl drauf. - Nun, wenn du nicht selbst messen kannst oder willst, wird es schwierig. Aber so wie ich das sehe, liegst du mit deinem Verdacht, dass einer der beiden Bauteile nicht mehr das tut was er soll, richtig.
Ladespannung wäre recht einfach zu messen. Der Laderegeler sollte, bei ca. 5000RPM und ausgeschaltetem Licht ca. 14,4 V bringen. Wenn du das Licht einschaltest sollte der Wert auf ca. 14,1 V abfallen.
Liegen diese Werte deutlich darunter, dann ist mit der Ladespannung was faul. Dann muss man entsprechend die Lima (das sind die drei gelben Kabel, die von der Lima kommen und in den Regler hinein gehen) messen.
Mal checken und etwas fetten.
einen Tropfen MÖl drauf.
Hä? Fetten Ölen, hat am Batteriepol nix verloren- Alles Kurzzeit Korrosionshemmer und Kontaktmittel schon
Fett: Polfett oder Vaseline
Dreissig Jahre lang waren alle meine Batterieanschlüsse trocken. Seit dem Erlebnis sind sie am Zweirad leicht gefettet. - Polfett kommt zum Schluss dran, wenn der Anschluss drangeschraubt ist, das Zeug isoliert, das ich kein leitfähiges Material... Öl hat da schon zweimal nix verloren
- Und verhindert eine Oxidation der Batteriepole.
Leitfähig ist Polfett nicht. - Ich hatte dieses Jahr im Urlaub ein ähnliches Problem, dauernd entladene Batterie.
Voltmeter sagte im Stand Ladespannung i.O.
Wieder zu Hause dann mal mit angeschlossenem Voltmeter gefahren.
Bei eingeschaltetem Licht fiel die Spannung um ein ganzes Volt ab.
Ersatzregler eingebaut und nun ist alles wieder OK.
Ich habe den Regler dann auch gleich aus der thermisch nicht optimalen Position auf die linke Seite verlegt. - Danke erst mal für Eure Hilfe! Also, im Standgas wurden 14,1 V gemessen, die Spannung fiel bei höheren Drehzahlen bis auf 13 V ab, was wohl nach Erfahrung des Mechanikers zu 99 % auf den Gleichrichter zurückzuführen ist. Bestellt ist er und wird morgen hoffentlich da sein. Nach Einbau gibt es dann nur zwei Möglichkeiten, entweder es funktioniert oder eben nicht. Dann war diese Investition ein Ersatzteil für alle Fälle und es könnte noch der Rotor in Frage kommen (nur nach meiner Erfahrung an der BMW vor 12 Jahren kommt in dem Falle eigentlich gar nichts mehr und die Maschine fährt nur noch, bis die Batterie leergezogen ist. Ich denke aber, dass TA52477 auf der richtigen Spur ist und informiere Euch in den nächsten Tagen über das Ergebnis.
Gruß Tundrarabbit ... und es könnte noch der Rotor in Frage kommen (nur nach meiner Erfahrung an der BMW vor 12 Jahren kommt in dem Falle eigentlich gar nichts mehr und die Maschine fährt nur noch, bis die Batterie leergezogen ist.
Nicht zwangsläufig ... der Rotor wird ja auch eher selten kaputt (ist ja einfach gesprochen nur ein Metallring). Aber beim Sator (das ist das Teil mit den Wicklungen) kann es schon auch sein, dass das was defekt ist. Bei meiner ersten Varadero z.B. ist da bei ein paar Wicklungen die Isolationsschicht "abgesplittert" und hat bewirkt, dass eine der 3 Phase nx mehr geliefert hat. Der Rest hat gereicht um weiter zu kommen als man normaler Weise mit einer Batteriefüllung kommt und die Batterie ist aber im Laufe der Fahrt immer leerer geworden, sodass ein Starten während der Tour dann irgendwann einmal nicht mehr möglich war.
Aber ich denke auch, dass nach diesen Meßwerten es mit dem Tausch des Reglers die Sache erledigt sein sollte.
Danke erst mal für Eure Hilfe! Also, im Standgas wurden 14,1 V gemessen, die Spannung fiel bei höheren Drehzahlen bis auf 13 V ab, was wohl nach Erfahrung des Mechanikers zu 99 % auf den Gleichrichter zurückzuführen ist. Bestellt ist er und wird morgen hoffentlich da sein. Nach Einbau gibt es dann nur zwei Möglichkeiten, entweder es funktioniert oder eben nicht. Dann war diese Investition ein Ersatzteil für alle Fälle und es könnte noch der Rotor in Frage kommen (nur nach meiner Erfahrung an der BMW vor 12 Jahren kommt in dem Falle eigentlich gar nichts mehr und die Maschine fährt nur noch, bis die Batterie leergezogen ist. Ich denke aber, dass TA52477 auf der richtigen Spur ist und informiere Euch in den nächsten Tagen über das Ergebnis.
Gruß Tundrarabbit
Wenn die Ladespannung, gemessen an den Batteriepolen, größer ist als die Leerlaufspannung (gemessene Spannung wenn alles AUS), fließt in jedem Falle ein Ladestrom. Erst wenn die Spannung kleiner als die Leerlaufspannung wird zieht das Bordnetz Strom aus der Batterie. Soll heißen die Stromrichtung kehrt sich um und der Akku wird entladen.
Am beste könnte man das messen, wenn man einen Strommesser (Amperemeter) in die Batterieleitung schaltet. Da kann man dann negative Entlade- oder positive Ladenstromwerte messen. Aber wer hat schon ein dafür taugliches Instrument? Dieses sollte sicherheitshalber ca. 50A- vertragen.
Ob die LiMa o.k. ist kann man mit einer Wechselspannungsmessung ermitteln. Dabe sollten jeweils zwischen den Drehstromphasen (gelbe LiMa-Kabel), bei gezogenem Stecker, etwa 60-70V Wechselspannung zu messen sein.
Klaus- Ich habe bemerkt dass im Standgas mit eingeschalteten Licht und Griffheizung, die Lima nicht genug liefert. Bei der Fahrt geht es auf 13,6V. Geht man davon aus dass viel Stop end Go gefahren wird könnte die die Batterie auch entladen werden.
Ich habe bemerkt dass im Standgas mit eingeschalteten Licht und Griffheizung, die Lima nicht genug liefert.
Woran hast Du das bemerkt, BSM-LED?
Bei der Fahrt geht es auf 13,6V. Geht man davon aus dass viel Stop end Go gefahren wird könnte die die Batterie auch entladen werden.
Interessant wäre, wie viel Watt die Griffe ziehen. Habe da leider keine Infos. Ich denke aber schon, daß da ein Gleichrichterzweig (Regler) schwächelt. Wie sieht der Drehstromstecker (3 gelbe Kabel) aus? Den würde ich gegebenenfalls rauswerfen und die Kabel verlöten oder verkrimpen. Ist ne Schwachstelle, zumindest bei der AT.
Ich habe bei beiden Moppeds Voltmeter verbaut, die direkt an den Batteripolen messen. Damit hat man immer Kontrolle über das Bordnetz und kann Reglerprobleme frühzeitig erkennen.
Klaus- Ich habe ein Voltmeter verbaut. Im Standgas geht es runter auf 12,2V. Die Heizung ziet 26-52 Watt. Wie gesagt, beim fahren oder bei abgeschalteter Heizung/Licht ist alles OK.
- 52W sollten nichts ausmachen. Das ist weniger als die 2. Scheinwerferlampe der AT. Die LiMas sind in Etwa gleich.
Der Regler ist für mich der Hauptverdächtigen!
Klaus - Hallo, noch mal danke an alle! Der neue Gleichrichter ist drin und die Spannung ohne Verbraucher lag um die 15 V. Die Heizung hatte bei + 3 Grad jetzt selbst in Stufe 2 genug Wärme.
Tundrarabbit