Hallo zusammen,
ich habe seid letztem Jahr ein komisches Phänomen, bei dem ich nicht weiter komme und das ich mir nicht erklären kann:
Ich habe eine PD06, Baujahr 93.
Dieses Jahr habe ich die Transalp im März regulär in Betrieb genommen. Dann kam Corona und ich bin bis letzte Woche nicht gefahren. Die Alp stand also Monate lang rum. Dabei habe ich sie nicht wirklich "winterfest" gemacht. Also: Batterie nicht ausgebaut, Haupthahn nicht geschlossen, nicht leerlaufen lassen etc.
Als ich sie dann letzte Woche wieder anwerfen wollte habe ich mit der Batterie relativ lange georgelt, bis die Zündung geklappt hat. Das hat mich gewundert, dass das nach so langer Zeit doch verhältnismäßig gut funktioniert hat und die Batterie lange durchorgeln konnte. Trotzdem habe ich die Batterie dann wieder ausgebaut und nochmal über Nacht voll aufgeladen.
Dann bin ich mit dem Motorrad auf die Arbeit gefahren. Beim heimfahren war die Batterie leer. Nicht ein leises Zucken. Nicht mal die Tachobeleuchtung wollte noch. Zwei Kollegen haben mich dann angeschoben und nach wirklich wenigen Metern hat die Alp sauber geschnurrt und ich konnte nach Hause fahren.
Ich verstehe das nicht:
- Wenn ich einen kleinen Kurzschluss hätte und ein Dauerverbraucher mir die Batterie leer zieht, warum ging sie dann nach Monaten noch so gut?
- Wenn die Lichtmaschine defekt wäre, warum springt die Alp dann beim Anschieben mit leerer Batterie sofort an?
- Kann es sein, dass ich WÄHREND der Fahrt mehr Strom brauche, als die Lichtmaschine liefert und ich die volle Batterie quasi leer fahre? Wie könnte ich sowas überprüfen? Ich kann ja nicht beim Fahren messen.
Das Problem hatte ich letztes Jahr im Herbst auch schon.
Kennt das jemand? Ideen?
Ich bin für alles dankbar.
Viele Grüße
Klaus
Technik: Batterie leer. Warum?
- mit welchem Ladegerät hast die Batterie geladen? Vorher und nachher den Flüssigkeitsstand geprüft?
Entweder hat die Batterie nicht richtig geladen weil zu wenig Flüssigkeit drin war, oder das Ladegerät hat die Batterie beschädigt oder die Flüssigkeit leergekocht, oder Du hast beim Einbauen einen Fehler gemacht, Kontakte sind nicht blank oder nicht fest, oder oder.
Fehler sehe ich jedenfalls bei der Batterie und nicht beim Motorrad - Hallo Michael,
das dachte ich letztes Jahr auch. Deswegen habe ich die Batterie gewechselt:
Meine Batterie ist jetzt eine wartungsfreie Gel-Batterie, die ich erst letztes Jahr neu eingebaut habe, weil mit der vorherigen Batterie das gleiche Problem aufgetreten ist, wie jetzt wieder.
Ich habe einen SAITO ProCharger, den ich schon seid gut 11 Jahren nutze und der bisher gute Dienste geleistet hat.
Fehler beim Einbau schließe ich auch aus, weil ich das Spiel so jetzt schon mehrfach durchgespielt habe.
Viele Grüße
Klaus - Also bei leerer Batterie kann man problemlos anschieben, dann springt die auch an, ich weiß das
Entweder ist Deine Batterie hinüber, oder Du hast das klassische Problem mit dem Regler.
Was Du machen kannst:
Schau das sie anspringt und messe dann die Spannung an der Batterie wenn sie läuft.
Bei ca 4000U/min sollte die so bis 14,4 V bringen.
Alles unter 13,5V würde mich mal stutzig machen und den Reglerverdacht eher bestätigen. - Aber bei leerer Batterie UND kaputter Lichtmaschine sollte das Anschieben doch nicht mehr klappen, oder?
Sobald die Batterie wieder geladen ist und die Alp dann wieder anspringt, werde ich die Spannung messen. Danke schonmal. Aber bei leerer Batterie UND kaputter Lichtmaschine sollte das Anschieben doch nicht mehr klappen, oder?
Dass die Lima hopps geht, ist (im Vergleich zu kaputten Reglern) EXTREM selten bei der Dicken. Die CDIs kriegen auch mit kaputter Batterie (und funktionstüchtiger Lima) genug Saft beim Anschubsen.
Das gilt auch bei kaputtem Regler - der äußert sich nämlich meistens in zu hoher Spannung statt gar keine mehr.
Grüße
Domi
Aber bei leerer Batterie UND kaputter Lichtmaschine sollte das Anschieben doch nicht mehr klappen, oder?
Sobald die Batterie wieder geladen ist und die Alp dann wieder anspringt, werde ich die Spannung messen. Danke schonmal.
hast Du gelesen was ich darüber geschrieben habe?
Also bei leerer Batterie kann man problemlos anschieben, dann springt die auch an, ich weiß dasicon_smile.gif
- Guten morgen,
also, ich habe die Batterie ein paar Tage geladen und wieder eingebaut:
im ausgebauten Zustand: 13,78V
im eingebauten Zustand: 13,78V
kurz nach Motorstart (mit Choke): 16,6V
nach warmlaufen bei 3500U/min: 17,7V
Hm.. das sieht mir doch eigentlich ganz gut aus, oder? 4V über Leerlaufspannung bedeutet doch laden. Oder ist der Spannungswert zu hoch?
VG
Klaus - Die Spannung ist VIEL zu hoch! Ich empfehle einen sofortigen Stop der Rumprobiererei (du grillst dir sonst die CDIs!) und einen Tausch des Reglers UND der Batterie.
Die Maximalspannung sollte als absolute Schmerzgrenze bei 15V liegen - und das auch nur wenn alle Verbraucher (Licht, Hupe, Lüfter, Heizgriffe, ...) aus sind und die Batterie komplett voll ist. Alles darüber heißt, dass dein Regler im Eimer ist. Wenn dein Licht an ist, sollte die Spannung unbedingt auf unter 14.5V sinken - Die 15€ Billig-Säure Batterie tuts bei der Transe völlig. Teurere Batterien (dann häufig Gel) mögen den Originalregler nicht, da der etwas mehr Spannung abgibt, als neuere (Mosfet-) Regler. (Das hat aber weniger was mit "teuer" und mehr mit "Gel" zu tun)
Die billigen halten bei etwas Pflege (Dest. Wasser nachfüllen, nicht überladen, Regler prüfen) auch gut und gerne über 3 Jahre.
Wenn mans teuer haben will, kauft man sich gleich einen Mosfet Regler und einen LiFePo Akku - dann spart man sich auch gleich noch Gewicht. Dann muss das Teil aber im Winter rein (oder vor dem Fahren vorgeheizt werden), die mögen nämlich keine Kälte. - Ich hab auch immer die Billig-Batterien von Louis genutzt, die halten meistens locker 3-5 Jahre, kosten allerdings auch eher 30 als 15 €. Seit ein paar Jahren hab ich Lithium drin. Die kosten 50 - 100 €, und damit auch nicht mehr als so manche Gel-Batterie. Keine Probleme mit Originalregler + Lüfter. Damit spart man sich das Nachladen im Winter. Und natürlich vertragen die Kälte, nur geht bei Minusgraden der Startstrom runter - es kann im Extremfall passieren, dass der Motor bei Frost nicht mehr startet. Da sollte es reichen, die Batterie zu erwärmen, indem man ein bisschen das Licht anlässt; ausserdem wird es mit jedem Startversuch besser.
Gruss Manfred - Hallo zusammen!
Ich hatte bei meiner VFR 800 FI von 98 das gleiche Problem...
Erst die Batterie getauscht, weil ständig leer und eh schon alt...
kurz gefreut, alles OK... Dann bei oftmaligem Fahren wieder der selbe Mist...
Batterie nach der Fahrt leer, nachladen über Nacht war nötig ...
Forum durchsucht, Meßprotokoll gefunden und am Mopped
nachgemessen... Ergebnis : Lima noch ok, also Wechselspannung an den drei gelben Adern OK.
dann hinter dem Regler bzw. an der Batterie gemessen... Spannung zu gering...
Neuen Regler in größer mit besserer Wärmeableitung gekauft und verbaut...
Wenn der Regler, der neben der Gleichrichtung der Wechselspannung auch Spannungsvernichter durch Wärmeabgabe ist, die Wärme nicht mehr los wird, leidet auch die Lima und die Verkabelung dahin .
Erneute Messung : Spannung lt. Meßprotokoll ok...Lima noch OK.
Bis heute...
Im Prinzip ist das ne bekannte Krankheit von Honda zu der Zeit ... Gab's bei der cbf 1000, vfr 800, der Transalp, Africa
twin... Wenn der Regler wg. Unterdimensionierung defekt ist, wird die Batterie nicht mehr mit Gleichspannung nachgeladen und am Ende lässt der defekte Regler dann noch zu hohe Spannung durch, was dann die Elektronik killt...
Also messen, verbesserten Regler besorgen, evtl. noch ne neue Batterie verbauen und gut ist.
Als Batterie, vor allem bei nicht regelmäßiger Nutzung , kann ich die Hawker Odyssey Serie empfehlen...
sehr geringe Selbstentladung, d. h. ein super Startverhalten bei geringer Pflege...