Hallo zusammen,
Nachdem die Suchfunktion nichts hergibt: gibt's im Forum bereits Erfahrungen mit dem Michelin Anakee Wild auf der Transalp PD06? Wie fährt er sich auf der Straße, Haltbarkeit etc.?
Hintergrund: ich fahre im September in die Gegend um Briancon mit ein paar Straßenfahrern. 4 Tage Pässe, danach sind noch zwei Tage Schotter angesagt. Anfahrt ist vom Bodensee aus ca. 700 km Autobahn, das selbe wieder nach Hause. Ich schätze mal da kommen rund 3 bis 3500 km zusammen plus Schotter. Meine Heidenau würden zwar die km auf der Straße noch verkraften, für den Sommelier und Nachbarn sind die aber nix mehr.
Wäre schön wenn jemand seine Erfahrungen teilen würde, ansonsten kommen wieder die K60 in neu drauf.
Grüße Alex
Technik: Anakee Wild
- hmmm, ich sehe bei Michelin die Hinterreifen nur in 150 bzw. 170. Bekommt man einen 150er auf die PD06?
- Bei Mopedreifen.de gibt's den in 130, ist aber im Moment nicht lieferbar. Ich habe noch nicht so richtig geguckt wo es den aktuell zu kaufen gibt.
- Stimmt, du hast recht. Ich habe nur beim Hersteller geschaut.
- Hallo zusammen,
heute morgen bei Frühstück habe ich folgenden Bericht gefunden den ich gestern bei meiner Suche übersehen habe:
http://www.gs-forum.eu/reifen-111/michelin-anakee-wild-im-sardinientest-127089/
Vielleicht ist das ja für den ein oder anderen interessant, ich werde wohl den Reifen im September mal testen.
Ich hoffe ich darf den Link so einstellen.
Grüße Alex - Ich habe nun den reifensatz mal geordert und montiere den Ende August. Nach meiner Tour im September berichte ich mal davon nachdem es hier im Forum wohl noch keine oder wenig Erfahrungen damit gibt.
- Mein Kumpel Marcus fährt den Anakee Wild auf der AT und ist mässig zufrieden.
Hier hat er was dazu geschrieben: http://www.africatwin.de/phpbb_x/viewtopic.php?p=284389&highlight=#284389
Mein Kumpel Marcus fährt den Anakee Wild auf der AT und ist mässig zufrieden.
Hier hat er was dazu geschrieben: http://www.africatwin.de/phpbb_x/viewtopic.php?p=284389&highlight=#284389
Hallo zusammen,
gestern Abend habe ich die Reifen auf meiner TA montiert. Vorweg sei gesagt dass dieser Reifen nur mit einer Montiermaschine zu montieren ist. Er hat eine enorm steife Karkasse und ist geschätzt 1,5 Kilo schwerer als der K60, pro Reifen! Das vom "Kumpel Marcus" beschriebene Kurveneinlenkverhalten auf der AT kann ich nach den ersten paar Kilometern nachvollziehen. Die TA muss regelrecht in die Kurve gezwungen werden. Es ist kein Vergleich zu den K60 die vorher montiert waren. Ich bin gespannt wie er sich nächste Woche im "Einsatz" gibt und Berichte dann hier davon.
Grüße Alex- Guten Abend,
hier nun mein versprochener Erfahrungsbericht mit dem Michelin Anakee Wild.
Profiltiefe neu vorne 9mm
Profiltiefe neu hinten 11mm
Nach 3300 Km:
Profiltiefe vorne 6mm
Profiltiefe hinten 5mm
Streckenanteile:
Autobahn ca. 700Km
Schotter ca. 100Km
Straße ca. 2450Km
Schnee ca. 50m
Montage:
Wie schon geschrieben lässt sich der Reifen vor allem hinten nur sehr schwer montieren. Vorne geht es etwas leichter, ich bezweifle jedoch dass die Reifen mit einem Montiereisen während der Tour von der Felge gehen. Wir werden es sehen wenn ich wieder wechsle, dann probier ich das mal.
Kurvenverhalten:
Das ebenfalls beschriebene Kurveneinlenkverhalten ist zu anfangs sehr ungewohnt. Voll beladen den San Bernadino runter war teilweise knifflig da man meint einen trägen Tanker zu fahren. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Auf gerader Strecke und auf der Autobahn ist der Reifen mehr als unauffällig und fährt sich nicht anders als ein K60. Nach ca. 500 Km Autobahn und Landstraße war der Reifen etwas geschmeidiger und ich konnte schon deutlich flotter um Kurven fahren als zu beginn. Ganz anders dann wenn die Transalp unbeladen war. Hier zeigt der Reifen ein anderes Gesicht und ist nun deutlich agiler als zu beginn. Nach einiger Zeit auf kurvigen Straßen (Izoard, Bonette, rund um die Verdon-Schlucht) konnte ich den Reifen wie die vorher montierten Anakee 2 und K60 fahren, teilweise Schräglagen bis zur Raste. Dann allerdings beginnt er zu rutschen da man dann auf den Stollenkanten fährt. Wenn man sich dran gewöhnt hat weiß man wie weit runter man gehen kann. In unserer Truppe konnte ich die 1200 GS locker auf Distanz halten, die 650 V-Strom hab ich nicht gepackt:-).
Geräusche:
Bei langsamer Fahrt deutlich lauter. Bei normaler Fahrt auf dem Moped sitzend (Helm Nishua) ist er nicht lauter als ein K60. Bei Tunneldurchfahrten oder an Häusern und Mauern vorbei hört man ihn aber deutlich. Die nachfolgenden Fahrer im Konvoi sagten mir dass er sehr laut sei.
Schotter:
Mir fehlt hier der Vergleich zu anderen reifen da ich vorher noch nie wirklich auf Schotter gefahren bin. Nur ein kurzes Stück am Groce Domini mit den K60. Daher kann ich hier keinen Vergleich anstellen. Trotzdem kann ich sagen dass ich mich zumindest mit diesen Reifen auf keinem Meter schlecht gefühlt habe. Hier hat eher der Fahrer die Grenzen gesetzt. Ich bin ja fälschlicherweise beim Jafferau die Skipiste raufgefahren... Hier hat der Hinterreifen zwar bei den Steilstücken oberhalb der Baumgrenze stark durchgedreht, ich bin aber trotzdem weit gekommen. Da wäre sicher mehr gegangen, es ist aber an der Kondition und am Können gescheitert, und die Kupplung wollte nicht mehr. Die Skipiste runter hat der Vorderreifen sehr gut geführt, der hintere war eigentlich dauernd am Blockieren.
Siehe auch Punkt Nässe.
Nässe:
Ich musste leider weite Strecken vor allem auf der Autobahn im Regen fahren, teils heftig. Hier war der Reifen sehr unauffällig. Auf den Pässen hab ich es zweitweise dann wissen wollen und bin gefahren als ob es trocken ist. Bis auf leichte Rutscher hinten beim Bremsen vor Kehren bergab ist der Reifen sehr unauffällig. Am Anreisetag bin ich die Assietta von Sestriere her bis hoch zum Col Basset im strömenden Regen mit voller Beladung gefahren. Auch hier war der Reifen für meine Verhältnisse recht zuverlässig und ich fühlte mich jederzeit sicher.
Schnee und Eis:
Hatten wir leider auch am Izoard und Bonette. Am Izoard sind wir früh morgens auf leicht glatten Straßen den unteren Teil im Wald hochgefahren. War auf jeden Fall besser zu fahren als die Halbslicks der Ducati Diavel. Am Bonette dann hatten wir in der letzten Kehre nach dem Restefond ein großes Eis-/Schneefeld auf der Straße, hier bin ich sicher durchgekommen, im Gegensatz zur Duc… . Auf dem Bonette habe ich dann versucht die Schleife zu fahren, bin aber im ersten Schneefeld bei ca. 5-10cm Schnee hängen geblieben. Das Hinterrad drehte durch. Schnee wird aber auch nicht meine bevorzugte Belagsart.
Fazit:
Der Reifen ist nach anfänglichen Problemen beim Montieren und den ersten Kilometern ein brauchbarer Reifen und für einen Stollenreifen sehr gut fahrbar. Der Verschleiß hält sich in Grenzen, ich denke ich werde damit noch runde 2 bis 3000 Kilometer fahren können. Damit dürfte er länger halten als ein TKC 80, allerdings kann ich mich da nur auf gelesene Erfahrungswerte berufen. Preislich lag der Satz bei ca. 200 Euro inkl. Montage (Reifen mit, Montage ohne Märchenabgabe). Trotzdem werde ich nächstes Mal wieder den K60 montieren da er erstens länger hält und zweites günstiger ist. Ich denke auch dass der K60 für die von mir gefahrenen Strecken auch gut gegangen wäre.
Trotzdem von mir eine klare Empfehlung wenn man einen guten Reifen für grobe Geländeeinsätze inkl. längeren An- und Abfahrten benötigt.
- Das mit den Bildern muss ich noch anders machen. Bei diesem Dienst kann ich nur zwei Bilder sichtbar machen...
- Oh ja. Bitte nachreichen
flashi mit seinem picr macht das doch gut.