Hey,
bin zur Zeit am Überlegen, wie ich eventuell die Transalp mit Eigenanbau von alternativen Brennstoffen betreiben könnte, bei der Recherche bin ich auf diesen Beitrag gestoßen, den ich euch nicht vorenthalten wollte :P
http://winfuture.de/videos/Hardware/1-Liter-500-Kilometer-Ein-Motorrad-das-auch-mit-Dreckwasser-faehrt-15742.html
Off-Topic: Wasserstoff Motorrad
- wenn jetzt heut 1.April wäre....
Wasserstoffherstellung benötigt mehr Energie als nachher der gewonnene Wasserstoff wieder bei der Verbrennung erzeugt, von dem her völliger Schwachsinn zu glauben, man könne Wasser tanken, irgend ein Gerät macht daraus Wasserstoff und Sauerstoff, das verbrennt man wieder und es bewegt sich deswegen vorwärts. - Solche Meldungen kommen immer wieder das gab's vor 20 Jahren schon da fuhr ein Thailändischer Tüftler mit seinem Toyota auch nur mit Wasser. War ein ähnliches System. Ich würde ich mich trotzdem freuen wenn ein bissl was wahres dran wäre.
Die Maschine nutzt eine Autobatterie, um Strom zu produzieren. Mittels Elektrolyse entsteht eine Zündung, die die Energie bereitstellt, um das Motorrad anzutreiben.
äh, ja.
Zumindest der Autor des Berichts hat aber mal wirklich keine Ahnung, über was er da berichtet.
Wie Michael schon schrieb: Man kann Wasser elektrolytisch in H2 und O2 zerlegen und diese dann auch in einem Motor verbrennen. Der Motor könnte dann auch Strom liefern, mit dem man weiteres Wasser zerlegen könnte, Aaaber:
Selbst wenn die Elektrolyse selbst einen Wirkungsgrad von 100% hätte (hat sie nicht, 70% sind realistisch), die anderen Komponenten hätten das nicht:
Der Motor bringt es vielleicht auf 30%, der Rest geht als Wärme flöten.
Der Generator hat vermutlich 95% Wirkungsgrad, ziemlich gut.
Wir würden also 100% Elektrische Ausgangsenergie (sagen wir mal aus der Steckdose) aufwenden, um damit, nur Beispielhaft, vielleicht 1l H2 herzustellen.
Wenn wir den verbrennen bekommen wir 80% Hitze und 20% Bewegungsenergie.
Aus der Bewegung machen wir Strom, dabei bleiben 5% von den 30% auf der Strecke, also 1,5%, wir haben 28,5% der eingesetzten Energie jetzt als elektrische Energie zur Vefügung um daraus wieder Wasserstoff herzustellen.
Statt eines Liters bekommen wir jetzt allerdings nur noch 285ml raus, also deutlich weniger als wir ursprünglich eingesetzt hatten. Der Rest hat zur Erwärmung der Luft beigetragen.
Nebenbei: in dem Beispiel sind wir keinen Meter gefahren, wenn wir noch Energie für Fortbewegung brauchen, dann bleibt noch weniger übrig, um Wasserstoff herzustellen.
Aber: der Beitrag behauptet ja garnicht, dass das Moped ein Perpetuum Mobile sei, da steht ja was von einer Autobatterie, die "Strom produziert".
Vielleicht nutzt der Gute ja die Batterie, um Elektrolyse zu betreiben und mit dem Sauerstoff das Moped zu befeueren? hmm...
Eine sehr große Autobatterie hätte vielleicht 100Ah, bei 12V sind das 1200Wh oder 1,2kWh
Wenn ich wieder annehme, dass der eigentliche Elektrolyseprozess einen Wirkungsgrad von 100% hat, dann hat er also Wasserstoff mit einem Energieinhalt von 1,2kWh, das dürfte für sein Moped im Stadtverkehr vielleicht für 20 Minuten genügen (das wäre ein durchschnittlicher Leistungsbedarf von 3,6kW was zufällig ziemlich genau 5PS entspricht).
Ein Liter Benzin hat übrigens einen Heizwert (=Energieinhalt) von ca. 8,5kWh und wiegt dabei nur einen Bruchteil der Batterie.
Eine Antriebskette Elektrische Energie->Wasserstoff->Thermische Energie->Mechanische Arbeit ist in allerhöchstem Maße ineffizient, der reale Wirkungsgrad dürfte hier bei 0,7 (Elektrolyse) * 0,3 (Verbrennung) = maximal 21% liegen. Wenn ich die verfügbare elektrische Energie direkt mit einem Elektromotor in mechanische Arbeit umsetze, dann ist mein Wirkungsgrad deutlich über 90%.
Wasserstoff als Energieträger ist eigentlich überhaupt nur in der Diskussion, weil er relativ leicht herzustellen, zu verteilen und zu lagern ist, zudem hat er mit 3kWh pro m³ bzw. ca 33kWh/kg einen extrem hohen Brennwert und verbrennt idealerweise sauber zu Wasser. Ein Bleiakku liegt bei 30-40Wh/kg (beachte: ohne k also um den Faktor 1000 niedriger) und die besten NiMH Akkus bringen es wohl auf 120Wh/kg.
Sinnvoller als eine Verbrennungskraftmaschine wäre bei Wasserstoff dann so oder so eine Brennstoffzelle, neuere Entwicklungen erreichen einen Wirkungsgrad nahe 50%, das gekoppelt mit einem effizienten Elektroantrieb ist durchaus nicht ganz unsinnig. Diese Zellen haben allerdings Betriebstemperaturen jenseits 600°C.- in einem Punkt möchte ich anmerken dass Wasserstoff alles andere als gut lagerbar ist, da es selbst durch dichte Stahltanks diffundiert.
http://www.heise.de/autos/artikel/Auf-Wiedersehen-Wasserstoff-793140.html - joa, so ungefähr den selbten Gedanke, der Infeffizienz hatte ich auch, doch die Idee finde ich sehr interessant.
Meine, mich an einen TV-Bericht zu erinnern, in dem ein Projekt von Mercedes vorgestellt wurde, ein Auto mit Wasserstoff zu betreiben.
Allgemein ist das Thema der alternativen Brennstoffe doch sehr interessant :P - Der Grund warum das Großteils wieder verworfen wurde war auch die Lagerung und die immense Gefahr bei einem Unfall, denn mit Wasserstoff macht das richtig Bumm....
- Meines Wissens wurde es nicht komplett verworfen, Wasserstoff zu nutzen, zumindest wurde mir vor 2 Jahren es in einer Präsentation gezeigt.
Die Idee ist folgende,
Das Fahrzeug hat 3 Tanks, in einem Methan, in einem Sauerstoff, und der dritte (Abgastank) darin befinden sich CO2 und Wasser.
Verbrennung: CH4 + O2 --> CO2 + H2O
An z.b. Solarbetriebenen Tankstellen, wird der Abgastank vom Fahrzeug geleert und mit Strom wieder umgewandelt.
"Regeneration" : 2 H2O --> 2 H2 + O2
CO2 + 2 H2 --> CH4 + O2
(Massenbilianz ist jetzt nicht stimmig, ich weiß)
Und Methan und Sauerstoff kann man besser lagern, somit hat man auch eingeschlossenes System ohne Abgase in die Atmosphäre.
Laut dem Uniprof der das Konzept vorgestellt hatte, hat das Ding wohl ca. ein Wirkungsgrad von 40%, (ist gleichzeitig eine Speicherlösung für Solar und Windstrom) - dann kann man den Strom auch direkt verbrauchen, Solartankstelle, einheitliche Batteriepacks, Saft leer fährste an die Tanke, geleasten Batteriepack austauschen, dort wird er geladen bis er voll ist und wieder in ein Fahrzeug kommt...
- Wir haben auf der Erde leider nicht genug Lithium um alle Autos mit Batterien zu bestücken,
Und ich persönlich bin auch dagegen weiter Raubbau an unserer Erde zu betreiben für n paar blöde Akkus, da finde ich die Idee Solar und Windenergie chemisch zu speichern nachhaltiger.
(Zudem das ich lieber bis zu 3 Schläuche an meinem Fahrzeug anschließe, als große Batterien rein und rauszuhieven) :P - dann musste aber Wasser mit Spiegeln erhitzen, weli Solarzellen geht ja nach Deiner Theorie auch nicht.
- Wasserstoff ist nicht ganz verworfen, BMW arbeitet wohl immer noch an Hubkolbenmotoren, die mit H2 betrieben werden sollen, Daimler hat zumindest lange Zeit mit Brennstoffzellen experimentiert, die entweder mit Wasserstoff oder mit Erdgas / Alkohl etc. berieben werden können.
Die Explosionsgefahr ist garnicht soo schlimm, zumindest bei athmosphärischem Druck, denn Wasserstoff verbrennt sehr schnell und ist sehr leicht, es bilden sich also keine brennbaren Seen.
Die Explosionen, die die meisten vor Auge haben sind Knallgas, also eine stöchiometrische Mischung von H2 und O2, und ja, das knallt heftig. Abbrennender Wasserstoff in der Athmospäre hingegen... na ja (siehe den Film vom Absturz der Hindenburg)
Das größere Problem ist, dass man H2 unter hohem Druck und tiefer Temperatur und / oder eingebunden in ein Kristallgitter lagern muss.
Man wird sehen.
pj - interessantes Thema he :P
bin gespannt, was findige Tüftler in naher Zukunft so produzieren.
Interessant ist auch das Thema, "Benzin/Diesel" (bin mir nicht mehr so sicher) aus Algen zu produzieren :P