Gude aus dem schönen Spessart,
meine ursprünglich Ambition unter die Motorradfahrer zu gehen, war der Gedanke meinem Vater eine Freude zu bereiten, indem ich mit ihm auf kleine Ausfahrten oder irgendwann mal längere Touren fahren kann. Hab ihn auf alten Fotos beim Bund auf Motorrädern gesehen auf denen sein Grinsen von Ohr zu Ohr reichte. Jetzt hat er sich nach jahrzehntelanger Abstinenz nen etwas dickeren Roller gekauft, was ich ausnutzen will um ihm in ca. nem Monat (wenn der Führerschein im Kasten ist) nen motorisiertes Wochenende zu gönnen (sofern das Wetter bis dahin mitspielt).
Jetzt war ich allerdings mit 28 leider komplett ahnungslos was Motorräder angeht, bis auf die Tatsache, dass sie im Vergleich zu Autos oftmals weniger Reifen haben, dafür aber meistens schöner Brumm sagen können. Das Thema Erstausrüstung an Bekleidung habe ich denke ich einigermaßen im Griff und schon genug Bekannte dazu befragt.
Habe mich dieses Wochenende in einem kürzlich neu eröffneten Louis Megastore mal durch die Flut an Auswahl gekämpft. Bin nach reiflicher Überlegung bei Textil-Zweiteilern gelandet und werde wohl um die 1.400,- für alles (Helm, Jacke, Hose, Handschuhe, Stiefel) auf den Tisch legen.
Einzige die Frage nach Protektoren konnte ich nicht wirklich lösen. Bei den Jacken sind schon welche dabei. Gibt aber auch noch Westen inklusive Nierengurt. Ist das ne entweder/oder Frage? Trägt man beides?
Die schönsten Klamotten helfen bekanntlich nichts, ohne entsprechenden Unterbau. Beim Nachfragen im Bekannten- und Verwandtenkreis fand ich über ein Paar Ecken ein Angebot einer Transalp PD10 BJ.97 mit ca. 31.000km (oder warns 36.000? jedenfalls irgendwas um den Dreh rum). Wurde die letzten Jahre immer weniger gefahren, steht aber aus Laiensicht sehr sauber und geplegt da.
Mit dabei sind noch ein Topcase, son Hinterradhochbockding, Batterie wird noch getauscht, Tüv wird noch gemacht. Reifen sind wohl nur vom Händler in die Garage gefahren worden, da die Gumminippel noch dran sind und die Kette wurde wohl auch erst kürzlich erneuert. Was fehlt sind die seitlichen Umkippstahlrahmen, weshalb sie auch nen ca. 7cm langen Riss in der Verkleidung von nem Umkippunfall hat, sonst aber wohl nichts abbekommen. Was würde ein Nachrüsten der "Stützrädchen" ca. kosten? Brauchts die überhaupt?
Die Sitzhöhe wurde auf die Größe der Fahrerin angepasst und verringert. Jetzt bin ich mit 1,92m net unbedingt der Kleinste und würde sie natürlich wieder höher legen. Aber wie macht man das? Muss sowas Zulassungstechnisch von ner Werkstatt gemacht werden? Was darf sowas kosten? Kann man das mit entsprechendem Geschick auch selbst erledigen?
Die Maschine hatte ich jetzt nur wirklich ganz kurz in Augenschein genommen und mal Probegesessen. Danach auch nur vorsichtig nach ner Preisvorstellung gefragt, nachdem ich sowieso frühstens in 4 Wochen mit dem Lappen rechnen kann. Dabei kam eine Summe von 2.300,- zur Sprache und nach kurzem Ausflug in Mobile und Autoscout gabs reichlich günstigere als auch teurere. Kann ich quasi davon ausgehen, dass des schon ne wirklich vernünftige Hausnummer ist?
Viel Text, viel Weile. Danke schonmal fürs Lesen und eventuell auch Beantworten.
Off-Topic: Vorstellung / Kaufberatung / Erstanschaffung
- Hallo Du, erstmal herzlich willkommen hier
Frag nur, hier gibt es immer Antworten, meistens hilfreich, manchmal doof...
Ich war voriges Jahr in einer ähnlichen Situation wie Du, als (sehr) Spätberufene hab ich mich auch durch alles durchgekramt, was mit den seltsamen Fahrzeugen mit der halben Anzahl Räder zusammenhängtInzwischen hab ich eine ordentliche Ausrüstung und eine schöne TA, mit der ich vor dem Winter (Führerschein gab es im September) noch über 2000 km gefahren bin.
Ein paar Gedankenfetzen von meiner Seite: hier ist wirklich schon über ALLES geschrieben worden, was mit TA zusammenhängt, also kann ich Dir mal die Suchfunktion und die Technikseiten (die wirklich eine ausgezeichnete Sammlung von Wissen bieten) ans Herz legen. Es gibt eine Reihe Threads zu Sitzbänken (rauf/runter) und gerade erst kürzlich eine Debatte zu Gebrauchtpreisen.
Sturzbügel sind eine gute Sache, die haben mir schon eine Delle im Tank erspart, weil ich meine Kiste schon zweimal hab fallenlassenGuggst Du in den Technikseiten, da werden verschiedene Fabrikate vorgestellt.
Was den Riß in der Verkleidung des von Dir anvisierten Fahrzeugs betrifft: Ferndiagnosen sind immer schwierig. Nimm jemanden mit zur Fahrzeugbesichtigung, der was davon versteht, oder lass einen Händlerankaufstest machen. Wenn Du Deinen Wohnort preisgibst, hilft Dir vielleicht jemand aus dem Forum.
Das ist gerade mal alles, was mir einfaällt, ist schon spät, Omi muss ins Bett
Good luck und berichte mal!
PS: ich hab meine auch schon drei Monate vor dem Schein in der Garage gehabt, das ist nichts ungewöhnliches - Spontan würde ich sagen, dass das Angebot ok sein könnte.
Zeig uns doch Bilder von dem Geschöpf!
Und wie die Grinsekatze schon so treffend festgestellt hat, verrate dein KFZ Kennzeichen und vielleicht ist jemand bereit, dich zu unterstützen. Es gehen doch viele von uns gern Mopeds gucken! - Hallo,
von wo aus dem Spessart kommst du denn ? Wenn es nicht zu weit weg ist, schau doch mal auf dem Stammtisch in Darmstadt oder Frankfurt vorbei. Da gibt es mit Sicherheit auch den einen oder anderen, der sich mit dir zusammen auch mal ne Maschine anschaut.
Zu den Protektoren: Wichtig ist, daß diese dich nicht stören und du dich wohl fühlst. Ich trage die "Schildkröte" von Dainese. Wird wie ein Rucksack umgeschnallt (unter der Jacke) und ich fühle mich fast nackt, wenn ich das Ding nicht anhabe. Mir persönlich sind die in den Jacken integrierten Protektoren zu kurz. Ist aber geschmackssache.
Sturzbügel sind im Falle eines Falles sehr nützlich.Auf den ersten Blick scheint der Preis OK zu sein.
Schönen Gruß
Sylvia - Hallo,
habe mich selber nach einer Zeit der Abstinenz bei Tante L komplett neu eingekleidet - und mich im nachhinein schwarz geärgert, weil ich für meine Frau die gleiche Bekleidung kaum bzw. gar nicht getragen (Helm, Schuhe und Handschuhe lassen wir mal aussen vor... :)) bei einem namhaften Internet-Auktionshaus für 1/3 des Neupreises ersteigert habe. Nur so als Tipp...
Gruß aus dem Münsterland,
Volker - Hallo,
für mehr Sitzhöhe kann ich dir empfehlen, zu einem Motorradsattler zu fahren. Der kann dir die Sitzbank auch etwas höher und fester als normal machen, was sich sehr positiv auf den Sitzkomfort auswirkt.
Frag einfach mal in einer Motorradwerkstatt nach, ob die dir einen empfehlen können.
Die Preise liegen je nach Materialaufwand zwischen 70€ und 270€.
Ob du dir Sturzbügel anschaffst mußt du für dich selbst entscheiden, die meisten Motorräder haben keine. Aber wenn die Maschine mal umfällt sind sie sehr nützlich.
Was die Protektoren angeht, das ist auch jedem selbst überlassen. es gibt Leute die finden es ist eine gute Idee mit Jeans und T-Shirt zu fahren.
Ich finde Knie-, Ellbogen-, Hüft- und Rückenprotektor (kein Schaumstoff) sollten das Mindestmaß sein, denn beim Motorrad bist du die Knautschzone.
Auch hier sollte man sich ruhig mal im Geschäft beraten lassen, ich weiß nicht wie das im Louis Megastore aussieht, in den Filialen find ich die Beratung jedenfallst recht gut.
Gruß Gamba Knie-, Ellbogen-, Hüft- und Rückenprotektor (kein Schaumstoff) sollten das Mindestmaß sein
Was denn dann wenn kein Schaumstoff?- Über Jeans und T-Shirt als Bekleidung will ich gar nicht nachdenken, obwohl´s im Sommer manchmal verlockend erscheint. Aber es gibt mittlerweile - speziell im Tex-Bereich - genügend Hersteller, die in ihren Klamotten gut funktionierende Belüftungsöffnungen eingeplant haben...
Übrigens: die Beratung bei L... ist wirklich schon sehr gut!
Was den Rückenprotektor angeht, bin ich glücklicherweise noch nicht in eine Situation gekommen, wo das Ding nötig gewesen wäre.
Hoffentlich bleibt´s auch dabei...:/ Was denn dann wenn kein Schaumstoff?
Ich meine einen vernünftigen Protektor, der Aufschlagenergie absorbiert bzw. verteilt.
Nicht so einen dünnen Schaumstoffplatzhalter der höchstens als Sitzkissen taugt.- Meiner Meinung und Erfahrung nach, ist es absolut wichtig und notwendig gerade wenn man Textilklamotten haben will, was ja erstens im Sommer und zweitens wegen dem Gewicht und Tragekomfort schon Sinn macht, aber spätestens beim Sturz wo die Klamotte ja dann die Tapete des Fahrers schützen soll, wird man merken dass das beste Textilmaterial selbst bei langsamen Geschwindigkeiten auf dem Asphalt sehr schnell durchgescheuert ist. Vergleichstests bei ADAC haben ergeben, die billigste Lederkombi hält viel mehr aus als die teuerste Textilklamotte und es geht um Faktor 8-10 und nicht nur um ein bisschen. Die Strecke die beim Schliddern zurückgelegt werden kann bis das Material durchgescheuert ist, ist bei Leder ca. 8-10 mal länger als bei Textil.
Das heisst für mich und aus eigenen Erfahrungen, Textilklamotten nur wenn ordentlicher Lederbesatz am Gesäss, an der Hüfte seitlich inkl Oberschenkel seitlich Unterschenkel oberhalb Stiefel seitlich, an den Knien und an den Ellenbogen vorhanden ist.
Wenn man sowas sucht, wird man feststellen, dass es das fast nicht zu kaufen gibt. Zumindest am Arsch haben die wenigsten einen Lederbesatz, mir hats schonmal den Hosenboden durchgerieben und es gab ne handflächengrosse rote Fläche an einer Stelle wo man das überhaupt nicht gerne haben will, glaubts mir
Für mich gibts da nur noch die Hein Gericke PSX-RS Klamotten oder was anderes und dann zum Änderungsschneider der mir nen Lederbesatz draufnäht. - Erstmal vielen Dank für die ganzen Antworten und vor allem Anregungen. Half mir wirklich sehr bei meiner Entscheidungsfindung.
Das mit Auktionshäusern und Internetkäufen generell mag für den Ottonormaldurchschnittsmenschen bestimmt ne sinnvolle Alternative sein. Aber so unförmige und unproportionale Menschen wie ich, die irgendwo zwischen dem Durchschnitt und den Übergrößen liegen, ist die Auswahl dürftig. Ich probier lieber vorher an, bevor ich mich jahrelang in nem günstigen "click" unbequem zu fühle.
Am Samstag werde ich nochmal bei nem Tipp von meinem Fahrlehrer vorbei fahren (Motorradhof in Oberickelsheim). Wenn es dort nichts fesches geben sollte, fahr ich dann auf dem Rückweg in Würzburg beim Louis, Polo oder dem Hein Gericke (liegt zum Glück alles auf einem Haufen) vorbei und deck mich da ein.
Hab auch mal Paar Bilder hochgeladen.
http://s1.directupload.net/file/d/3174/b5w4i8eo_jpg.htm
http://s7.directupload.net/file/d/3174/j2f7hax8_jpg.htm
Nachdem ich inzwischen von vielen Neidern nach dem Angebot im Internet gefragt wurde, ich Ihnen aber gesagt habe, dass es ein Direktangebot ist, war die generelle Empfehlung "kaufen, kaufen, kaufen". Werd mich wohl dran halten. Jetzt kann der Lappen garnet früh genug kommen! - Wenn Du ein gutes Gefühl dabei hast, schlag zu
Ich hab mir auch diverse angeschaut, auch andere Marken, und bin dann per Zufall in die Bude reingekracht, wo meine stand, und ich hab die gesehen und gewußt: das ist Meine!!!
Hab auch mal Paar Bilder hochgeladen.
http://s1.directupload.net/file/d/3174/b5w4i8eo_jpg.htm
http://s7.directupload.net/file/d/3174/j2f7hax8_jpg.htm
Sieht nach ner guten braven aus, kauf se!- Bezüglich Textilbekleidung kann ich den Post vom Michael soweit unterschreiben. Hab mir letztes Jahr eine Roleff Textiljacke bei Louis geholt für Fahrten zur Arbeit wo eine Lederkombi unpraktisch ist und man auch nicht so sportlich fährt.
Darunter zieh ich wie auch bei der Lederkombi einen Dainese Wave Rückenprotektor mit Nierengurt an.
Eines Tages hats mich dann in der Auffahrt auf die Autobahn aufm Weg zur Arbeit früh dann doch mal gelegt, Asphalt war nass. Waren glücklicherweise nur um 50kmh, entsprechend ist weder mir noch dem Moped viel passiert. An der Hüfte ganz leichte Schürfwunde (hatte nur ne Jeans an) und am Moped der Sturzbügel und was halt sonst noch Bodenkontakt hatte (Fußrasten etc) angeschliffen. Bin praktischerweise aufm Rücken gelandet und auch aufm Rücken gerutscht. Wasserflasche im Rücksack ist geplatzt.. (vorallem im Nachhinein ärgerlich)
Später hab ich dann festgestellt, dass in der Jacke sich ein Daumen großes Loch durchgescheuert hat. Zum Glück war der Protektor drunter. Und ich meine das waren nur 50kmh. Ohne den Protektor hätte sich der Rücksack wohl auch im Rücken bemerkbar gemacht, so hab ich gar nix davon gemerkt.
Ich würde einen Rückenprotektor empfehlen der direkt auf den Rücken geschnallt wird. Ansonsten sollte ne Lederkombi noch Protektoren an Schultern, Ellbogen und Knien haben. Hüfte wär sicherlich auch net schlecht.
Also für Touren würde ich auf jedenfall ne Lederkombi benutzen. - @Grinsekatze
Ich weiß nicht, wann Du Deine gekauft hast, aber mir ging es 1996 genauso. Hab mich auf den ersten Blick verliebt, und einmal draufsetzen, und die Entscheidung war gefallen. Hab dann anschließend erst Vergleichstest und so weiter konsumiert, aber da hatte ich schon unterschrieben. Habs nie bereut. Manche Spontanentscheidungen funktionieren. Ich finde es aber super, dass man jetzt auf diesem Weg an jede Menge Erfahrung herankommt.
Gruss
Julian - Puh ... Führerschein in kürzester Zeit übers Knie gebrochen, täglich Fahrstunden gehabt, bei Wind und Unwetter gefahren, inklusive Autobahnfahrt bei -7° Schneesturm und Blitzeis, gestern dann Prüfung bestanden und prompt hats mich im Geldbeutel gejuckt und ich hab direkt die Transalp gekauft, heute gleich fein versichert und zugelassen.
Im Vergleich zur runtergelutschten BMW F650GS von der Fahrschule, an der alles irgendwie schwammig war, ist das direkte Ansprechverhalten von Bremsen viel angenehmer und ich spüre endlich mal nen Schleifpunkt, anstatt eines gleitenden Abwürgens ohne Widerstand.
Sie steht zwar astrein da: neue Reifen, neue Batterie, neue Bremsflüssigkeit (Öl weiss ich jetzt net, muss ich aber sowieso noch erfragen). Allerdings gibts dann doch nach 4 Jahren kaum Nutzung ein paar Kleinigkeiten, die zu beheben sind.
- der linke Blinker hat wohl nen Wackelkontakt. Sobald ich im Stand ein bisschen mit der Maschine wackel scheint er zu funktionieren, ansonsten ist er die meiste Zeit funktionslos. (Immer Handzeichen geben nervt auf Dauer)
- der Fernlichtschalter hat sich vergriesknattelt und will nicht mehr aus gehen. (wenn noch ein paar LKWs meinen, mir die Netzhaut weglasern zu müssen, kann ich eventuell bald die Brille sparen)
Die Probleme scheinen sich scheinbar auf die Elektrik am linken Lenker zu begrenzten. Habe so ein Buch "Reperaturanleitung Honda 600V ab Bj. 87" im Top-Case gefunden. Kann man das mit etwas Geschick selbst reparieren, oder sollte man bei so "sicherheitsrelevanten" Sachen lieber nen Fachmann ran lassen? - Bezüglich Fernlichtschalter, entweder so WD40 in den Schalter pusten oder mal zerlegen und dann direkt ins Schaltelement. Hier eine Anleitung dazu: http://www.andreeweb.de/Motorrader/Africa_Twin_Kombischalter_link/africa_twin_kombischalter_link.html Ist das gleiche bei der Transalp.
Ich würde ihn zerlegen und den Blinkerschalter auch gleich mal neu fetten, oft liegts an dem. Wenn nicht kann man das wenigstens schonmal ausschließen.
Ist doch sicherlich ne PD06 oder?
Edit: Ach PD10, weiß nicht ob da noch die selbe Blinker/Fernlichtamatur dran ist, da sollten sich am besten mal die PD10 Spezialisten zu Wort melden.
Und Blinker/Fernlicht stufe ich als weniger sicherheitsrelevant ein, kann man also durchaus selber mal probieren zu beheben, aber pfuschen sollte man natürlich nicht. Kann man das mit etwas Geschick selbst reparieren, oder sollte man bei so "sicherheitsrelevanten" Sachen lieber nen Fachmann ran lassen?
Erstmal Glückwunsch zum Lappen und zur Alp. Der linke Schalter ist keine große Sache u. Werkstatt nicht erforderlich, die Beschreibung ist wirklich sehr gut. Nach Spülen mit WD40 darauf achten, dass du ein Öl oder Fett verwendest, dass nicht verharzt. Ich nehme Balistol. Ansonsten kann ich mich nur Sebastian anschließen.
Viel Spaß und las es ruhig angehen.
VG Jochem- So, der Vormittag ist mit basteln und kennenlernen verbracht worden.
Schalter abmontieren war am Anfang etwas knifflig, da ich dachte, man muss den Schalter komplett auseinander ziehen können. Allerdings hat da das Kabel was dagegen, das den oberen Teil der Schalterhälfte versorgt. Mittlerweile ist es aber kein Problem mehr, nachdem ich ihn noch mehrmals demontieren durfte, da der weisse Kunststoffblock beim links blinken immernoch etwas hackelte. Elendner Widerporst! Dafür verrichtet der Fernlichtschalter wieder tadellos seinen Dienst.
Sitzbank demontieren war da schon schwieriger. Wenn ich eine Betriebsanleitung haben würde, wäre bestimmt irgendwo vermerkt gewesen, wie das geht. Wenn man wiederum testweise, mal alles abschraubt, um zu schaun wo sich die ganze Technik so befindet, ist der AHA-Effekt viel größer, sobald einem dann die Schrauben nach abgebauter Verkleidung ins Gesicht springen.
Leider hat sich mir nicht erschlossen wie ich die 4cm, die die Sitzbank tiefer gesetzt wurde, wieder rückgängig machen hätte sollen, da ja alles fest auf dem Rahmen verschraubt ist.
Geht das höher stellen nur per höherer Bank, oder evtl. über das Federbein?
Das interessanteste allerdings war das Schloss hinten links, das direkt meine vollste Aufmerksamkeit hatte. Ich dachte zuerst, dass es der Verschluss für die Sitzbank wäre. Stattdessen fand ich jedoch das Bordwerkzeug. Neugierde geweckt, verlorenes Bernsteinzimmer erwartet, mit Jahrzehnte altem bröseligem Dreck belohnt worden.
Scheint mir im Nachhinein jedoch ein böser Anfängerfehler zu sein, das heraus zu nehmen. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es bestimmt für sehr viel Belustigung sorgt, wenn man das einen Neuling mal machen lässt. Meine langjährige Tetris Erfahrung hat mir schlussendlich nach mehreren vergeblichen Anläufen geholfen, den Packen inklusive Hülle wieder in sein schwarzes Grab zu verbannen, aus dem es so schnell nicht mehr befreit wird! Wenn man den Trick kennt, ist es eigentlich recht einfach.
Aber nu schwing ich mich auf den Bock!
es grüßt
--
thms - Moin Thomas (richtig????)
von mir auch erstmal Glückwunsch zum "Lappen" und deiner guten Kaufentscheidung. Gerade als Anfänger kannst du mit der Transalp nichts falsch machen, sowohl von der Technik als auch von der gutmütigen Fahrbarkeit.
Zu deinen Fragen:
die Sitzbank kannst du leider nicht verstellen. Die Sitzhöhe kannst du nur über das Ab- bzw. Aufpolstern der Sitzbank entsprechend verändern, was aber schon in diesem thread erwähnt wurde.
Das Blinkerproblem würde ich auch so wie Sebastian einschätzen. Es lässt sich im Prinzip wie dein Fernlichtschalter beheben. Gerade bei kalten Temperaturen ist dieses Blinkerproblem ziemlich bekannt. Ich habe auch bereits beide Probleme an meiner Transe gehabtSo lernst du dein Moped auch kennen. Die Transe hat 'ne sehr gutmütige Seele und freut sich über's Kennenlernen und gutes Behandeln
Ich hab' ne 95er, mit der ich auch schon ein bißchen Geländeeinsatz fabriziert habe, aber sie wird gut gehegt und gepflegt. Wenn sie in geputztem Zustand da steht, sieht sie immer noch aus wie neu.
Viele Grüße aus dem Norden
Dirk
Das interessanteste allerdings war das Schloss hinten links, das direkt meine vollste Aufmerksamkeit hatte. Ich dachte zuerst, dass es der Verschluss für die Sitzbank wäre. Stattdessen fand ich jedoch das Bordwerkzeug. Neugierde geweckt, verlorenes Bernsteinzimmer erwartet, mit Jahrzehnte altem bröseligem Dreck belohnt worden.
Scheint mir im Nachhinein jedoch ein böser Anfängerfehler zu sein, das heraus zu nehmen. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es bestimmt für sehr viel Belustigung sorgt, wenn man das einen Neuling mal machen lässt. Meine langjährige Tetris Erfahrung hat mir schlussendlich nach mehreren vergeblichen Anläufen geholfen, den Packen inklusive Hülle wieder in sein schwarzes Grab zu verbannen, aus dem es so schnell nicht mehr befreit wird! Wenn man den Trick kennt, ist es eigentlich recht einfach.
Tja, da haben sich schon viele darüber ausgelassen. Ist wirklich ein schönes Geduldsspiel. Was du daraus auf jeden Fall brauchst ist der Zündkerzenschlüssel. Ist der einzige der so richtig passt. Der Rest ist nicht so wichtig.
- Sehr geil. Erste Ausfahrt und ein kieselchen hat mir lauffläche und Schlauch zerrissen. Hat zufällig wer nen Reifen über und kommt aus Veitshöchheim? Ansonsten werd ich wohl den ADAC bequemen müssen.
- Kann dir mit Ersatzreifen leider nicht weiterhelfen. Gott sei Dank ist dir nichts passiert, kann auch anders ausgehen. Einen Reifen kann man ersetzen. Was war den das für ein "kieselchen" das den Reifen zerstört hat? Normalerweise würde ich sagen, dass das eigentlich nicht so schnell passieren sollte?? Ist mir in 35 Jahren Motorradfahren noch nicht passiert, und ich bin schon über einige kieselchen und Schotter gefahren. Schau mal nach wie alt der Reifen war. Wenn zu alt, auch gleich den Hinterreifen erneuern lassen.
VG Jochem - Update: Nigelnagelneuer Reifen nicht reparierbar. Neuer Reifen muss her. Nirgendwo was auf Lager. Feiertage im weg. Frühestens Donnerstag abholbereit. Tour im Arsch. Richtig fies angefressener Besitzer.
Sobald ich Zuhause bin (wenn die öffentlichen Verkehrsmittel mich denn mal lassen würden ... Verspätungen, Schienenersatzverkehr) werde ich Bilder vom Übeltäter nachliefern. Werde ihn mir wohl einrahmen, oder in Bernstein für die Ewigkeit aufbewahren. Andere Überlegung war bisher ihn auf möglichst Kreative weise in seine atomaren Bestandteile zu zernichten. Falls wer Einfälle hat, ich bin für alles offen. - Du kannst dir gern in Ostthüringen meinen 2000 km alten Pirelli abmontieren.
Da der hintere fast acht Jahre alt ist, wechsle ich komplett.