Hallo zusammen,
mich würden gerade Erfahrungen zur XL1000 interessieren. Gerade zur späteren Generation mit ABS und Einspritzung.
Gerade in Sachen asphaltorientierte Fehrnreisen... (Fahrtkomfort, Verbrauch, Agilität auf der Landstraße)
Und ist jemanden so ein Ungetüm schon mal umgekippt? Ist da (trotz Bügel) dann potentiell ein kapitaler Schaden angesagt?
Sören
Off-Topic: Erfahrungen mit XL1000?
- Hi Sören, meinst du die neue Suzuki V-Strom?
Ich war mit dem Bike (Testmotorrad von Suzuki) Anfang April für eine Woche in Südfrankreich (2400 km) und werde am Wochenende meine Eindrücke der Reise verschriftlichen. Ich stelle meinen Bericht dann auch hier rein. Grüße, Christian - Hi. Erstmal Danke für deine Antwort.
Aber ich mein den 'Nachfolger' unserer XL600... die Honda XL1000 Varadero. ;)
Die VStrom gefällt mir zwar auch. Nach meiner GSX Inazuma bin ich was Suzuki angeht eher zurückhaltend. Die Verarbeitung hat mir da überhaupt nicht gefallen.
Sören - Also ich fahre seit letztem Juli Varadero, allerdings isses bei mir eine 99er geworden, also Vergaser und Dual-CBS. Der Preis war einfach ZU überzeugend.
Natürlich bin ich gleich im September damit ab nach Montenegro, was ich in den vorangegangenen Jahren auch, jedoch immer mit der TA gemacht habe.
Nun ist meine TA sehr stark umgebaut, und dadurch auch fürs Reisen sehr gut geeignet, und daher war ich auch immer mehr als nur zufrieden mit der TA.
Offroad fahre ich nicht.
So, das zur Grundinfo.
Nun ist es so, daß auch bei der Varadero von vielen die eine oder andere Verbesserung gemacht wird. Gibt ja auch nen Forum mit Technikteil, wo sowas immer wieder diskutiert wird.
Ich dachte mir voriges Jahr, daß ich sicher,wie auch bei der TA die Sitzbank machen lassen müsste, zweckst längeren Fahrten. Dies hat sich als bei weitem nicht so notwendig herausgestellt. Natürlich könnte es auf Dauer etwas bequemer sein, aber nachdem wir am letzten Tag fast 800 km gefahren sind, und mit nicht - wie auf der originalen TA-Bank - mein Steißbein das Gaumenzapferl verbogen hat, stelle ich einen Sitzbankumbauerst mal als Luxus hinten an.
Des weiteren sind natürlich auch längere Autobahnetappen viel entspannter zu fahren, was nicht zuletzt am für viele zu weichen, für mich am konfortablen Fahrwerk liegt, und daran, daß bei gleicher geschwindigkeit die Varadero gleich mal 1500 Touren niedriger dreht.
Allgemein ist das Fahren mit der XL1000V für mich sehr viel stressfreier als mit der TA, jedoch auch nicht so agil. Am Handling fehlts zwar schon weit zu TA, aber wenn man sich dran gewöhnt hat, kann man auch mit der Varadero relativ agil die Kurven schneiden und den Angststreifen auf null herunterfahren.
Das hohe Gewicht ist für mich eigentlich nur beim rückwärts rangieren spürbar. Ich bin immer wieder überrascht, wie gut sich die Dicke beherrschen lässt.
Umfaller sind am wahrscheinlichsten, wenn man zu untertourig ans Abbiegen oder so heranfährt. da is der hubraumstarke Motor noch empfindlicher als der der TA. Hab sie anfangs öfter abgewürgt, konnte sie aber Gott sei Dank immer halten.
Nun zum Verbrauch kann ich natürlich nur von meiner Vergaserkiste sprechen.
Ich hab gelesen, daß da unter 7 Liter fast nix geht, und bei Geschwindigkeiten über 200km/h auch mal 11 reinrinnen sollen.
Nach einer Umbedüsung der Vergaser soll das wohl besser sein.
Ich nehme an, bei meiner hat das der Vorbesitzer bereits vorgenommen, denn ich fahre im Schnitt um die 7,2 Liter, auf der Montenegrotour waren es nie mehr als 7,5.
Allerdings muss ich hier erwähnen, daß ich da immer voll beladen war, die kiste durch die Landschaft geheizt habe, wie es nur möglich war, und alles in allem ständig ca. 400kg durch die Gegend gejagt hab. damit kann ich also gut leben. - Hi Rom!
Vielen Dank für den Bericht und deine Erfahrungen mit der Dicken! :)
Wieviel hat deine denn gelaufen? Wie schaut es mit der Wartbarkeit aus?
Und kannst du was zu den Verwurzelungen hinter dem Windschild sagen? (die haben mich bei der PD06 dazu gebracht sie komplett zu strippen und etwas Richtung OffRoad-Reisen zu trimmen... womit sie mittlerweile eher Autobahnunfreundlich ist... gerade als Autoersatz wäre die XL1000 da ggf. eine Alternative... ) - Sie hat jetz ein bisl über 62tkm auf der Uhr, ich glaub mit 56 hab ich sie gekauft.
Wartung is schon etwas aufwändiger, weil halt alles größer und teils schwerer is. Aber ein halbwegs geübter Schrauber kriegt das schon hin. Ich hab mir sowieso immer für alle bikes gleich mal nen Haynes zugelegt, kann nie schaden.
Als total wichtig erweist sich hier halt ein Hauptständer.
Windschutz is recht ok, im Vergleich zur TA. Ich hab aus dem Grund bei meiner TA ja eine komplette AT-Front angebaut, und dann noch das Windschild so gestrippt, daß sogar der Tüvver das beim typisieren nur noch als "ohne Windschild" eingetragen hat.
Aber bei der Varadero is das relativ entspannt, allerdings is bei mir das hohe Windschild von Givi drauf. Is zwar noch etwas lauter als ganz ohne, (kommt natürlich auch auf den Helm an) aber absolut erträglich und das lästige Kopfgeschüttle ist auch nur in Extremsituationen leicht spürbar. - ....apropos strippen:
geht auch bei der Dicken:
Man kommt überall bestens zur Wartung hin, hat ein 235 kg (vollgetankt) "leichtes" Eisen mit 94 PS, mit den Heidenau Scout auch noch leidlich geländetauglich.
Einziger Nachteil (für nen Reisenden): der VTR Tank gebietet Tanken nach exakt 200 km (das war mit den 25 l schon bissl entspannter), hab halt an den Alukisten (für den Notfall) noch 2 x 2 l Benzinkanisterchen dran.
Grüße,
Manfred - Hat auch was. Aber ist nix für mich.
Will für weitere Reisen ja eben was gemütliches, nicht gestripptes. (so jedenfalls meine Überlegung, ist noch nicht ganz spruchreif, muss mal sehen wie sich mein Umbau auf sehr langen strecken bewährt wenn er fertig ist)
Und selbst beim Strippen sollte die Reichweite stimmen. Bei meiner PD06 hab ich da sehr auf Effizienz und Reichweite geachtet. Mit dem OEM Tank schaff ich aktuell etwas über 300km. (Bei 270 geht's auf Reserve) Mit dem AT Tank sind es dann hoffentlich 400-450...
Sören
....apropos strippen:
geht auch bei der Dicken:
*würg*- Zitat ATransXL:
"*würg*"
Zitatende.
Na und? Eine 1000er mit 235 Kg... erst mal nachmachen.
Gruß Jürgen - Sind das auf ner Waage gemessene 235 Kilo oder irgendwie schöngerechnet und abgebaute Teile gewogen ect? Der Verbrauch find ich bisl hoch, was hat son VTR Tank 15-16 Liter?
- ...natürlich mit der Waage. ..
- Und VTR Tank. ...exakt. ..knappe 16 l.
- Servus Sören,
ich bin seit vielen Jahren Vara-Fahrer (habe die TA für die Stadt und fürs Grobe....) und kann glaube ich mitreden. Ich fahr zwischen 15 und 20t km im Jahr und bin damit schon alles gefahren was man sich vorstellen kann. Meine ist eine 2005er mit ABS.
Hier ist von den Kollegen schon viel geschrieben worden was richtig ist. Zu den Luftverwirbelungen weiß ich - leider - auch ein Lied zu singen. Hier kann ich nur raten, entweder (kommt natürlich auf die Körpergröße an) ein wirklich hohes Schild oder das Original kürzen, sonst hast Du ziemlich laute Begleitmusik.
Das Gewicht stört mich beim Fahren überhaupt nicht, allerdings habe ich meine Vara schon sehr oft umgelegt weil ich damit auch öfters Schotterstraßen fahr. Ich hab sie fast immer alleine aufgestellt, aber da weißt Du danach was "schwer" ist. Meine TA aufzustellen ist dagegen ein Kinderspiel. Kürzlich in Korsika ist sie mir in einem Kreisverkehr auf einem dicken Ölfleck weggerutscht, da haben wir sie zu viert fast nicht hochgekriegt weil der Asphalt so rutschig war. Ich habe einen GIVI Sturzbügel montiert und der leistet gute Dienste, außer den Kratzern am Sturzbügel (und einem gebrochenen Handschutz) ist der Vara noch nie was passiert.
Eines kann man einer Vara ganz sicher nicht nachsagen - dass sie reparaturanfällig wäre. An der geht einfach nichts kaputt. Vor Jahren vor einer langen Tour in die Seealpen hatte ich einmal meinen Schrauber (fuhr selbst 4 Varas) gefragt, was ich ev. an Ersatzteilen mitnehmen sollte - seine Antwort war ganz einfach - nichts, an einer Vara geht nichts kaputt. Das hat sich bis heute bewahrheitet. Außer den Verschleißteilen beim normalen Service gabs noch keinen Ersatzteilbedarf.
Auf der langen Strecke oder wenn man nur Asphalt fährt, ist die Vara kein Vergleich zur TA, viel bequemer, viel ruhiger, viel antriebsstärker, viel flotter. Einfach eine große Reiseenduro - dafür ist sie gemacht. Wenn es auch viel bessere Geräte (GS, Explorer, CT etc. etc.) gibt, ich hatte noch nie ein Problem mitzuhalten. Auf wirklich engen Bergstraßen mit Schotteranteilen ist es mit der TA natürlich wesentlich lustiger, aber ich bin mit der Vara schon Schotterpisten gefahren, da würde wahrscheinlich so mancher TA-Fahrer zu überlegen anfangen. Ist erst mal in Bewegung, kommt man überall hin.
Praktisch finde ich auch die Reichweite des Tanks - wo andere Kollegen schon unrund werden weil die Tankanzeige leuchtet, habe ich noch lange kein Problem. Eines würde ich aber auf jeden Fall raten - schau Dir um ein ordentliches Federbein, denn das Fahrwerk der Vergaserversion ist untauglich (sagen die meisten Kollegen). Ich habe zwar schon ein neueres Modell aber hab mir (vom varakurt - aus seiner Vara) ein Öhlins-Federbein einbauen lassen - kein Vergleich. Schon die ersten Kurven auf unserem Hausberg waren der Hammer im Vergleich.
Mein Freund Kurt (varakurt) ist gerade mit seiner Frau auf sehr langer Tour. Da er am Balkan mit schlechten Straßen rechnet, sie sucht (und braucht....) und Schotter liebt, ist er mit der TA natürlich genau richtig. Dazu hat man sie. Da könnte es mit der Vara wahrscheinlich schon öfters ungemütlich werden. Ich sage dies, weil die zwei Geräte sehr unterschiedlich sind aber trotzdem ihre Überschneidungsfläche haben. Man kann mit der Vara vieles was mit der TA machbar ist, aber auf Schotter oder gar offroad kann sie mit der TA nicht mit. Umgekehrt kann man mit der TA alles was man mit der Vara auch kann (vielleicht nicht so bequem und flott), aber zusätzlich kann man sich auf ihr viel leichter auf Abwegen bewegen.
Wenn Du also auf große Tour (ohne Schotter und schwierigem Terrain) gehen möchtest, dann ist die Vara genau das Richtige zu einem vernünftigen Preis, zuverlässig und wartungsarm. Eines noch - die Bremsen sind unschlagbar.
Servus aus Salzburg
Mandi - auf der LGKS lag ein Vara Fahrer total am Ende von der Schinderei zusätzlich noch Loch in der Ölwanne weil hart aufgesetzt, Öl rausgelaufen, musste mit nem Geländewagen abtransportiert werden.
Aber ganz klar falsche Anwendung für die Dicke. Wegen des hohen Verbrauchs wärs aber auch für die Strasse keine Option. Es geht nichts kaputt, naja letztes Jahr auf dem Touratech Event, gleich am Eingang, eine Operation am offenen Herzen einer Vara. Näheres aber nicht bekannt, aber alt und ausgelutscht sah sie nicht aus. - http://www.varahannes.at
Falls du von ihm noch nichts gehört hast - Danke für den ausführlichen Bericht Mandi!
In Frage käme ohnehin nur die Eintspitzer. (Wegen Verbrauch und Reichweite...)
Dass das Mopped so robust ist, ist gut zu wissen!
Und natürlich auch danke für den Link Manni! ;)
Ich halt die Augen jedenfalls auf nach einem guten Angebot.
Denke das es bei mir ähnlich aussehen könnte. Die TA für die holprigen Ecken der Welt... und die XL1k für reine Straßen und Schönwettertouren wo dann auch mal viele Autobahnkilometer anstehen...
http://www.varahannes.at
Falls du von ihm noch nichts gehört hast
jojo kennt man, so Ausnahmetalente gibts immer mal, es gibt ja auch Leute die mit dem schwarzen Motor 200tkm fahren und andere die 100tkm auf die erste Kupplung ect.- Ich kenne das Fahrprofil des Hannes zu wenig, weiss nur dass er gerne mal lange Strecken fährt.
Und der meiste Verschleiß geschieht beim Kaltstart und Kaltlauf.
Muss ihn mal fragen ob er damit auch Kurzstrecken fährt wenn er gerade keine Tour macht.
Wenn man also wenig oft kaltstartet aber dann halt gleichmäßig lange fährt geht das sicher sehr lange gut.
Der Motor der Varadero stammt ja aus der VTR ist aber auf haltbar konfiguriert.
Der ist also auch lange nicht am Limit auch wenn man etwas flotter fährt. - Hallo @Schutti,
nachdem Hannes hier nicht reinschaut darf ich das für ihn beantworten.
Mit Ausnahme seiner Urlaubsreisen (heuer fahren wir gemeinsam in die Pyrenäen, voriges Jahr 8 Tage Toskana und seine Iron-Butt-Fahrten - 3000 km in 24 Stunden!) ist Hannes fast ausschließlich auf kurzen Strecken unterwegs. Unsere letzte gemeinsame Tagestour war allerdings auch über 500km. Er ist ja Fahrtechniktrainer und startet seine Vara zig-mal am Tag um die Linie zu demonstrieren, vorzufahren oder nachzufahren. Beim letzten Fahrsicherheitstraining im Liesertal und in Mallnitz Ende April ist er das ganze Wochenende nur aufgestiegen, abgestiegen usw.
Privat schmeisst er sich zwar auch öfters für eine Tour aufs Bike, aber hauptsächlich ist er beruflich unterwegs. Sonst käme er auch gar nicht auf die gewaltige Kilometerleistung (aktuell 498.860 km!!!) Also wenn jemand sein Bike wirklich beansprucht dann er denn bei seinen Reifentests (aktuell den A40) nimmt er die Vara richtig her. Nur sehr wenige Hobbyfahrer sind auf diesem Niveau unterwegs.
D.h. das Thema Haltbarkeit einer Varadero beantwortet sich damit wohl selbst. - Hallo,
ich fahre seit 2010 eine Dicke Bj 2009 und habe ihr mittlerweile 80.000 km gegönnt.
Der Verbrauch hält sich bei normaler Fahrweise in grenzen und was die Haltbarkeit angeht war bis auf den Impulsgeber nichts ungewöhnliches defekt.
Was die Sache mit den Luft Verwirbelungen angeht.. ich habe eine 30 mm Lenkererhöhung und die Original Scheibe hat bei mir ebenfalls zu Verwirbelungen geführt. Ein Austausch durch die kürzere Scheibe der CBF600 war auch nicht zufriedenstellend. Erst die MRA Scheibe hat Abhilfe geschaffen.
Für Einsätze wie die LGKS ist die Dicke mir persönlich auch zu schwer, deswegen habe ich auch meine Transalp.
vg
Oliver