Hab heute das erste mal V-Power getankt und hab das Gefühl das die RD11 damit nen besseren Durchzug hat. Besonders im mittleren Drehzahlbereich zwischen 4 bis 7 000 U/min wirkt sie spritziger. Habt Ihr da ähnliche Erfahrungen gemacht oder bilde ich mir das bloß ein ?
Ich tanke manchmal Super Plus oder Aral Ultimate 102, seit der Sprit einigermaßen günstig ist. Ein Unterschied ist schon zu spüren, wie ich finde - spontanere Gasannahme und mehr Druck in der Mitte.
Ich behaupte sogar: bei einem Blindtest würde ich den Unterschied zwischen Super und Super Plus erkennen.
Ich tanke das nicht. Und ich behaupte, das es auch keinen Unterschied gibt. Den könnte nur ein Motor herausholen, der die höhere Klopffestigkeit erkennen kann und sein Wirken darauf einstellt.
Seh ich auch so.
Viele, vor allem turboaufgeladene Automotoren haben heute einen Klopfsensor, mit dem sie den Ladedruck und den Zündzeitpunkt so regulieren, dass sie immer knapp unter der Klopfgrenze laufen.
Die original CDI der PD06 sind wohl noch auf Normalbenzin abgestimmt, mit den digitalen Nachbauten kam die Möglichkeit, eine andere Kennlinie zu verwenden, die den Zündzeitpunkt etwas nach früh verstellt, und somit tatsächlich ein bisschen mehr Leistung herauskitzeln kann.
Aber: einen zündträgeren Kraftstoff (und nichts anderes sagt eine höhere Oktanzahl) in einen ansonsten unveränderten und nich-nachregelnden Motor zu kippen dürfte nichts bringen außer weniger Geld im Geldbeutel und vielleicht ein gutes Gefühl.
Wobei ich die Steuerung der RD-11 nicht kenne.
meine Erfahrung mit verschiedenen 2-rädrigen Fahrzeugen...
Seit dem es den 102 Oktan von A*al gibt tanke ich den.
Das bischen was der mehr kostet, habe ich gefühlt mehrfach schon wieder rein bekommen.
Alle Fahrzeuge wurden auf den anderen Kraftstoff eingestellt, soweit es irgendwie geht. Mindestens Vergaser, wenn möglich auch die Zündung.
Ein leichter Minderverbrauch ist feststellbar (besonders wenn ich dann mal das polnische Klingelwasser tanke, dann merke ich es besonders)
Was mir aber wichtiger war, da in dem Sprit gar kein "E" (E zieht das Wasser an) drin ist:
- Kein Wasser mehr im Tank
- Kein Rost im Tank (hatte vorher da öfter Probleme besonders bei den Fahrzeugen die länger standen)
- nach langer Standzeit springen die sehr gut an, weil noch zündfähiges Gemisch im Vergaser verbleibt
- keine verkeimten Vergaser nach längerer Standzeit; damit kein Vergaserreinigung mehr notwendig (auch hier ist es das Wasser, was die Vergaser vergammeln lies)
- die Dichtungen in den Vergasern halten länger (bei der TA nicht so arg, aber bei anderen Modellen ist es mir extrem aufgefallen... Vergaser werden nicht mehr abgelassen, Sprit bleibt drin, die Dichtungen werden nicht mehr spröde)
ich bleibe dabei, auch wenn ich zwischendrin mal anderen Sprit tanken muss weil ich ihn nicht bekomme. Aber das bischen Geld, das ich im Jahr beim Tanken mehr ausgebe, hole ich mir an anderen Stellen wieder rein.
Meine Erfahrungen mit Super Plus oder V Power ist, Motor läuft dezent besser und sauberer, der Verbrauch ist minimal weniger, auf die Reichweite waren etwa 10% mehr km möglich, was den Mehrpreis in etwa kompensiert oder besser erträglich macht. Mein Fazit, kann man tanken aber mir sträuben sich auch die Nackenhaare bei den Preisen.
Beim Moto keine eigene Erfahrung, nur beim Auto, und da bringt der teure Sprudel wirklich viel. Schon mal einen Motor nach 100.000 km gesehen, der nur mit V-Power gefüllt wurde im Gegensatz zu einem mit 95er? Der schaut aus wie neu!
Möchte dies bei meiner Alp auch so beginnen...
Je mehr Kompression / Leistung ein Motor hat, desto wichtiger ist der hochoktanige Sprit.
Aus Erfahrung weiß ich aber, das auch Transen mit 80 Oktan brav auf über 3000 HM laufen. und die Kompression in den Zylindern nicht sehr hoch ist.
Von daher benötigt sie den Sprit nicht.
Schutti am 12.11.2015 zuletzt bearbeitet 12.11.2015 Je höheroktanig der Sprit ist desto schlechter zündfähig ist er.
Eigentlich müsste ein echter 91iger Sprit besser sein, das Fahrzeug läuft damit aber auch fetter wie mit 98iger.
Zumindest in der Theorie.
Ob man das in der Praxis merkt ist die andere Sache.
Klarerweise unterscheiden sich die Spritsorten etwas aber ob das so viel bringt dass man es wirklich merkt.
Mal von ganz schlechtem Sprit abgesehen.
Ich verwende solchen teuren Sprit mit vielen Additiven wenn ich mir was besonderes davon erhoffe und das ist meist nur ein sauberer Vergaser oder sonstige Reinigungsarbeiten die sonst extra Additive machen müssten.
Ablagerungen gibts bei mir nicht, dazu ist der Sprit viel zu stark in Bewegung bei mir, länger rumstehen gibts da nicht.
Bei Leuten die nur einstellige 1000km fahren pro Jahr und im Winter Tafel zurücklegen/Saisonkennzeichen haben kann das anders sein.
Aber auch da würde es reichen erst wenn die Karre stehen soll einen hochwertigen Sprit reinzutun und etwas spezielles Additiv dazutun bis zum Auswintern.
Um Unterschiede beim Verbrauch zu merken müsste ich längere Zeit eine bestimmte Spritsorte konsequent tanken und Buch führen.
Habe ich zwar früher gemacht mit den Tankrechnungen aber die Strecke (AB, Landstraße, Passstraße....) hat mehr Einfluss wie die Spritsorte.
Und wie Klaus schon schreib, die Transe kann sogar absurd niedrige Oktanzahlen ab wenn man hohe Drücke im Brennraum vermeidet.
Also sogar 80 Oktan gehen wenn man nicht Vollgas fährt.
Die Doppelzündung ist da scheinbar recht nützlich.
"Schutti" schrieb:Bei Leuten die nur einstellige 1000km fahren pro Jahr und im Winter Tafel zurücklegen/Saisonkennzeichen haben kann das anders sein.
Aber auch da würde es reichen erst wenn die Karre stehen soll einen hochwertigen Sprit reinzutun und etwas spezielles Additiv dazutun bis zum Auswintern.
Meine Motorräder sind in den letzten Jahren ab Ende Oktober/Novemeber bis Anfang/Mitte März gestanden.
Ich hab den Tank vollgemacht, damit gibts keinen Rost im Tank - egal wie hydrogroskopisch der Alkohol im Sprit ist (E5 fahren wir ja alle schon jahrelang). Weil letztlich brauchts ja auch Sauerstoff um Rost entstehen zu lassen.
Bei den Motorrädern mit Vergaser hab ich den Vergaser leer gefahren, bei den Motorrädern mit Einspritzung hab ich nichts gemacht.
Nach der Winterpause hab ich die Benzinhähne geöffnet, geschaut, dass sich die Schwimmerkammer füllt, und dann sind alle Motoren nach wenigen Kurbelwellenumdrehungen wieder gelaufen.
Davon, dass der Sprit nach 5-6 Monaten Standzeit zündunwilliger war, weil irgendwelche Bestandteile versunstet sein sollen, hab ich subjektiv nichts bemerkt. Die ersten Ausfahrten waren völlig unauffällig. Kein stottern, keine Fehlzündungen, keine Leistungseinbußen - NIX.
Außerdem, wozu haben wir zwei Zündkerzen/Zylinder?!?!
Und ob sich der teure Sprit wegen irgendwelcher Dichtungen, die man wegen des teuren Sprits vielleicht nicht wechseln muss, rentiert, wage ich stark zu bezweifeln.
Meine AT war 18 Jahre alt und ich hab nie irgendwelche Dichtungen tauschen müssen. Unsere TA's sind 17 bzw. 16 Jahre alt. Hier gilt daselbe.
Natürlich gibt es deutlich ältere Motorräder. Aber wenn ich da nach 25 od. 30 Jahren Lebenszeit mal eine Dichtung wechseln muss ... wage ich das nicht dem schlechten Sprit zuzuschreiben.
Also, ich bleib dabei. Aufgrund der Ausführungen von den anderen glaube ich weder an Mehrleistung noch an Minderverbrauch, weil das IMO jeder Logik wiederspricht.
Und auch zwecks Pflege halte ich nichts davon den viel teureren Sprit zu tanken.Und so schaue ich nach wie vor, wo ich den günstigsten 95er Sprit finde und den tanke ich und sehe nicht ein, dass ich ohne jede Veranlassung mehr Geld als unbedingt notwendig den Mineralölkonzernen in den Rachen schiebe.
"varakurt" schrieb:Also, ich bleib dabei. Aufgrund der Ausführungen von den anderen glaube ich weder an Mehrleistung noch an Minderverbrauch, weil das IMO jeder Logik wiederspricht.
Ist aber so, die Logik ist die, läuft besser gibt man weniger Gas, spart Sprit. Läuft nicht so gut vorwärts, gibt man mehr Gas, verbraucht mehr. Ausser man hat noch mehr Spass dran und gibt noch mehr Gas, dann nicht

20-30km mehr Reichweite pro Tankfüllung war ungefähr drin, bei der PD10 vom Kumpel und meiner bei gemeinsamen Ausfahrten, haben wir beide gefühlt und unabhängig voneinander festgestellt und uns gewundert.
Aber dann soll mir mal wer schlüssig und mit Fakten nachweisbar erklären, warum der Motor der TA od. vglb. mit einem 102 ROZ-Sprit besser läuft wie mit einem ROZ95.Sprit.
Soweit ich weiß steigt wegen einer höheren Okanzahl nicht die Energiedichte. Und wenn keine höhere Energiedichte, dann gibts auch keine Mehrleistung ...
Bis jetzt, und diese Diskussion hier ist ja nicht die erste zu diesem Thema ... und in anderen Foren wird das ja auch immer wieder diskutiert ... waren das immer nur subjektive Eindrücke. Dazu zählen auch so Geschichen bzgl. erhöhter Reichweite wie du sie grad erzählt hast.
Ich hab noch nie wo eine objektive, sachliche Begründung gehört/gelesen.
Sachliche Begründung: höhere Oktanzahl ergibt zündunwilligeres Gemisch das sagen wir kontrollierter auf einen bestimmteren Zeitpunkt zündet aber nicht vorher. Zündet das Gemisch etwas zu früh bzw. entsteht bei der Zündung des Gemisches schon Druck im Zylinder während der Kolben noch in der Aufwärtsbewegung ist, verliert er Schwung. Ist die Zündung "geregelter" und schneller bzw. baut schneller zu einem optimalen Zeitpunkt die Kraft auf, die den Kolben nach unten drückt, hat der Motor mehr Kraft bzw. weniger Verlust durch zu früh einsetzender Kräfte durch die Zündung des Gemisches, das ja bereits in der Aufwärtsbewegung des Kolbens stattfindet.
Natürlich müssten die Voraussetzungen geschaffen sein, dass die Frühzündung früh genug erfolgt, sonst würde man mit einem zündunwilligeren Kraftstoff wieder Verluste erleiden, weil es zu spät zündet und der Kolben durch Schwung bereits schon wieder in der Abwärtsbewegung ist.
Wie gesagt es gibt eine Erklärung dafür warum das sein kann und zumindest meine und die des Kumpels Erfahrung deckt sich, dass höheroktaniger Sprit zu verbessertem ruhigerem Motorlauf führt und wir und gewundert haben, dass wir etwas später auf Reserve schalten, in einem Bereich der natürlich auch durch eine geänderte Fahrweise herbeiführbar ist. Nur ist das so dass ich wenn ich mit diesem Kumpel unterwegs war, wir unsere Transen bis zum letzten ausgequetscht haben, also digitale Fahrweise und da fiel eben auf, dass etwas später erst die Reserve kam, anstatt bei ca. 200km dann erst bei 220 bis 230, laut Tageszähler und das war nachvollziehbar mehrfach nicht nur einmal.
"Michael1972" schrieb:Sachliche Begründung: höhere Oktanzahl ergibt zündunwilligeres Gemisch das sagen wir kontrollierter auf einen bestimmteren Zeitpunkt zündet aber nicht vorher. Zündet das Gemisch etwas zu früh bzw. entsteht bei der Zündung des Gemisches schon Druck im Zylinder während der Kolben noch in der Aufwärtsbewegung ist, verliert er Schwung.
Ja, das ist mir schon alles klar. Aber wr sprechen von einem Motor, der eigentlich auf ROZ 91 ausgelegt ist, und den wir mangels diesem eh schon alle mit 95er-Sprit betreiben.
Da sollte eine entsprechende zu frühe Zündung durch Selbstentzündung, die es ja eigentlich bei einem Benzinmotor der mit entsprechendem Sprit betrieben wird gar nicht geben dürfte, eh schon gar nicht mehr möglich sein.
Auch wenn deine Erklärung jetzt sehr schlüssig klingt ... glaube ich noch immer nicht daran.
Weil ich davon ausgehe, dass der TA-Motor der mit 95-Sprit betrieben wird, das Gemisch exakt dann zündet, wenn der Zündfunkte der Zündkerze dies veranlasst. Und was anderes passiert IMHO auch bei einem 102er-Sprit nicht.
Theoretisch alles richtig und bekannt. Aber der TO hat nach ERFAHRUNGEN gefragt. Probierts doch einfach mal aus. Kostet pro Tankfüllung vielleicht 2€ mehr, danach könnt ihr eure Erfahrungen posten.
Die Premium Kraftstoffe haben möglicherweise noch andere Eigenschaften, als die Klopffestigkeit. Ich denke da an eine höhere Flammgeschwindigkeit o.ä.
Ob es den Aufpreis Wert ist, ist ist eine andere Frage.
Du willst Fakten, stützt Deine These aber auf Annahmen.
Meine Erfahrungen mit dem Sprit lassen den Rückschluss zu, dass es so sein muss, wie ich es vermute, da ich eine Besserung am Motorlauf feststellte und eine kleine Spritersparnis für die ich keine andere Erklärung habe, was aber auch nicht heissen muss, dass es keine gibt...
Wie gesagt, zünden tut es dann wenn der Zündfunke überspringt, aber die Explosion entwickelt sich über eine gewisse Zeit, die ist nicht im gleichen Augenblick sofort maximal stark. Auch kann sich das Gemisch durch Hitze im Brennraum und oder durch Verdichtung selbst entzünden und ist dann zu früh dran, deshalb kann ein hochoktaniger Sprit der unwilliger ist zu zünden, dieses besser machen.
"Andreas_Bln" schrieb:Mindestens Vergaser, wenn möglich auch die Zündung.
Ich vermute digitale CDI und frühere Zündung?
Aber was ändert man am Vergaser und warum??
Zu den Dichtungen usw... Viele TAs hier sind mittlerweile >20Jahre alt und fahren meist noch mit originalen Dichtungen und rostfreien Tanks umher. Was für eine Verbesserung infolge höheroktanigeren Kraftstoffs soll es da noch geben? Ich hätte nicht gedacht, dass überhaupt jemand auf die Idee kommt, den Treckermotor mit Ultimate zu betreiben...
Und was Mehrleistung und weniger Verbrauch angeht:
Link
"Angelika" schrieb:Beim Moto keine eigene Erfahrung, nur beim Auto, und da bringt der teure Sprudel wirklich viel. Schon mal einen Motor nach 100.000 km gesehen, der nur mit V-Power gefüllt wurde im Gegensatz zu einem mit 95er? Der schaut aus wie neu!
Ja, der Glaube kann Berge versetzen.

Dein Link beschreibt den Vergleich von Super Plus Kraftstoffen untereinander. Interessant, aber hier wenig hilfreich. Interessant wäre der Vergleich Super und Super Plus bei einem auf Super oder Normal ausgelegten Motor.
pjakobs am 12.11.2015 zuletzt bearbeitet 12.11.2015 "Flyer01" schrieb:Und was Mehrleistung und weniger Verbrauch angeht: Link
Der Audi hat aber eine "Selektive Klopfregelung" - davon habe ich zumindest bei den Vergaser Transen noch nix gehört. Dass das Shell Zeug dabei auch noch zu Minderleistung führt finde ich erstaunlich.
pj
"Michael1972" schrieb:Auch kann sich das Gemisch durch Hitze im Brennraum und oder durch Verdichtung selbst entzünden und ist dann zu früh dran, deshalb kann ein hochoktaniger Sprit der unwilliger ist zu zünden, dieses besser machen.
Da kann nichts besser werden. Die TA klopft nicht, da sie für 91 Oktan freigegeben wurde.
Supertyp am 12.11.2015 zuletzt bearbeitet 12.11.2015 Erfahrungen? Er - Fahr - ungen?
"Supertyp" schrieb:Erfahrungen? Er - Fahr - ungen?
Du müsstest vielleicht eher nach Evidenz fragen, wie das weiter oben verlinkte Paper.
Oder wir treffen uns mal mit 10 Transen und machen ne Blindverkostung.
Flyer01 am 12.11.2015 zuletzt bearbeitet 12.11.2015 "Supertyp" schrieb:Die Erkenntnis der Untersuchung: Mehr Oktan bedeutet nicht mehr Leistung und nicht weniger Verbrauch. Wieso sollte sich das für einen Kraftstoff mit 3 Oktan weniger anders verhalten?
"pjakobs" schrieb:Der Audi hat aber eine "Selektive Klopfregelung" - davon habe ich zumindest bei den Vergaser Transen noch nix gehört.
Nein, den hat und braucht sie auch nicht. Die erkennt auch nur ob es klopft und wenn ja, dann verstellt sie entsprechend die Zündung. Klopft es nicht, ist sie arbeitslos. Und bei 95+ Oktan sollte es bei der TA zu keiner Zeit klopfen. Wenn ich falsch liege, berichtigt mich bitte.
pjakobs am 12.11.2015 zuletzt bearbeitet 12.11.2015 "Flyer01" schrieb:Nein, den hat und braucht sie auch nicht. Die erkennt auch nur ob es klopft und wenn ja, dann verstellt sie entsprechend die Zündung. Klopft es nicht, ist sie arbeitslos. Und bei 95+ Oktan sollte es bei der TA zu keiner Zeit klopfen. Wenn ich falsch liege, berichtigt mich bitte.
"Wikipedia" schrieb:Registriert der Klopfsensor durch Klopfmessung mittels Diagnosegerät ein Klopfen des Motors, wird der Zündzeitpunkt automatisch in Richtung „spät“ verstellt, bis keinerlei Klopfgeräusche mehr festgestellt werden. Danach wird der Zündzeitpunkt wieder schrittweise in Richtung „früh“ verstellt, bis wieder Klopfen registriert wird. Ein früher Zündzeitpunkt führt zu einer besseren Ausnutzung der Verbrennungsenergie und damit zu erhöhter Leistung und einem besseren Wirkungsgrad des Motors.
Mit den normalen CDI ist der Zündzeitpunkt so eingestellt, dass der Motor bei 91ROZ nicht klopft, tendenziell also eher auf "spät". Die digitalen "multiline" Zündmodule haben eine Drahtbrücke, die eine alternative Kennlinie für 95ROZ einstellt, also etwas früher. Daraus sollte sich eine etwas bessere Leistung ergeben. Ein Motor, der per Klopfsensor selbständig den frühest möglichen Zündzeitpunkt einstellt würde theoretisch von hochoktanigem Sprit profitieren, aber das oben verlinkte Paper zeigt, dass selbst das nicht unbedingt funktioniert.
Besser funktioniert das bei turboaufgeladenen Motoren mit regelbarem Ladedruck, die nämlich können nicht nur den Zündzeitpunkt, sondern eben auch den Ladedruck variieren, das heißt dann, dass bei höherer Oktanzahl mehr Luft und durch die Lambdaregelung dann auch mehr Kraftstoff in den Zylinder gepackt werden und damit mehr Material zur Verbrennung zur Verfügung steht.
Wie gesagt: alles bei der Transe nicht vorhanden.
Ich denke, die Wirkung dieser Kraftstoffe erklärt sich überwiegend aus dem Placebo Effekt und dem guten Gefühl, für die Transe nur das beste zu kaufen.